Niederlage für die Kreisreform

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Vorerst auf Eis gelegt sind die Pläne für eine Kreisstrukturreform des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW). Die Mehrheit der Kreisvorsitzenden hat am Samstag (17.) gegen die Pläne gestimmt. Damit ist klar, dass es keine Delegiertenmehrheit beim außerordentlichen Verbandstag im Mai geben würde.

„Als gute Demokraten akzeptieren wir das Votum der Kreisvorsitzenden“, so FLVW-Präsident Hermann Korfmacher im Anschluss an die Sitzung der „Ständigen Konferenz“ im SportCentrum Kamen-Kaiserau. Das Präsidium sieht sich aufgrund der Entscheidung veranlasst, den außerordentlichen Verbandstag im Mai nicht einzuberufen.

Zuvor hatte DFB-Vize Korfmacher noch mal mit Nachdruck für die Pläne, die Fußballkreise entsprechend der politischen Kreise Westfalens aufzuteilen, die Strukturen insgesamt zu verschlanken und damit die Kreise für die Zukunft besser aufzustellen, geworben.

„Bewegen statt bewegt werden“, sei das Ziel der Reform. Der demografische Wandel werde sich zunehmend bemerkbar machen. Die Zahl der Mannschaften, die pro Saison vom Spielbetrieb zurückgezogen würden, wachse stetig. Immer mehr Vereine hätten Schwierigkeiten, durchgehende Jugendabteilungen zu stellen oder Ehrenamtliche für die zahlreichen Aufgaben zu finden. „Die Situation wird sich weiter verschärfen“, betonte Korfmacher. Das Präsidium ist nach wie vor davon überzeugt, die besseren Argumente auf seiner Seite zu haben. Offensichtlich ließen die Kreisvorsitzenden sich davon nicht mehrheitlich überzeugen, heißt es in der Pressemitteilung des FLVW.

„Aber, wir haben immer gesagt, dass wir diese Reform nicht gegen, sondern nur mit den Vereinen durchziehen werden. Es ist schade, aber auch damit wissen wir umzugehen“, betonte Korfmacher.

 
 

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