Gemischte Gefühle

Ralf Schacht
Foto: Nils Aders/HG

Die Celluloid-Künstler verabschieden sich in die Osterferien – und gleichzeitig aus der Tischtennis-Saison 2010/11. Selten waren die Gefühle derart gemischt wie in dieser Spielzeit.

Freude bei der DJK Roland Rauxel, Leid gepaart mit ein bisschen Wehmut beim Post SV Castrop Rauxel. Viele Jahre lang hatte der Verein von der Elisabethstraße in der Landesliga mitgemischt. Doch nun müssen die Postler, arg gebeutelt von Personalproblemen und Wechseln guter Spieler zu anderen Vereinen, Abschied nehmen. Womöglich endet die Ära sogar ohne einen einzigen Punktgewinn. Die letzte Landesliga-Partie bestreiten die Postler am Samstag (16.) beim Tabellensechsten Eintracht Dortmund. Noch ein letztes Mal ein Schaulaufen, noch ein letzter Versuch, wenigsten ein Pünktchen auf das Konto zu buchen. Es wäre ihnen zu gönnen, denn trotz aussichtsloser Bedingungen haben die PSV-Akteure um Rafael Reiß und Benjamin Rasem die Saison mit Anstand zu Ende gespielt. Auch so etwas hat Respekt verdient. Um diese beiden jungen Spieler herum soll in der nächsten Saison eine neue Mannschaft gebildet werden, die sich in der Bezirksliga, u.a. auch gegen den frisch gebackenen Aufsteiger DJK Roland Rauxel II behaupten kann.

Die erste Garnitur des Vereins von der Bahnhofstraße verabschiedet sich am Sonntag (17.) mit dem Heimspiel gegen den GSV Fröndenberg (8.) aus einer erfolgreichen Saison. Rang vier steht fest, wenn die Truppe um Stadtmeister Christoph Pauly wenigstens einen Punkt einspielt. Es wäre die beste Platzierung seit Landesliga-Zugehörigkeit. Nach der Saison 2008/09 hatten die Rauxeler diese Bilanz schon einmal geschafft. Die Gäste hingegen können der Abstiegsrelegation nur noch entgehen, wenn sie die Partie gewinnen.

Derweil dreht die zweite Mannschaft der Roländer am Samstag beim TV Gerthe (9.) noch eine Ehrenrunde in der Bezirksklasse. Die Gäste können mit einem Remis noch die Abstiegsränge verlassen. Doch die Aufstiegsparty will sich der Meister aus Rauxel nicht vermiesen lassen. Und dann ist da ja noch eine Erfolgsserie, die nicht reißen soll: Nach zuletzt 18 Spielen ohne Niederlage wollen die Roländer den Uralt-Rekord der 2. Mannschaft brechen. In den 80er Jahren feierte die damalige „Zweite“ beim Aufstieg in die Bezirksklasse 25 sagenhafte Spiele ohne Niederlage. Schon damals war Werner Erhardt mit von der Partie. Vielleicht schafft es der mittlerweile 52-jährige „graue Kämpfer“ ja mit seinem neuen Team, seinen alten Rekord zu brechen.

In der nächsten Saison, die am 10. September beginnt, kommt es dann zum Bezirksliga-Derby gegen den Post SV Castrop I. Ein erstes „Beschnuppern“ könnte es schon früher geben: Bei der Stadtmeisterschaft, die am 2./3. Juli ausgetragen wird.