EM-Bronze für den Jakschik-Vierer

Ralf Schacht
EM-Bronze gewann Deutschlands Vierer ohne Steuermann bei der Europameisterschaft in Sevilla. Mit im Boot saß Malte Jakschik vom RV Rauxel (2. v. li.), der damit ein tolles Debüt im A-Kader der Ruder-Nationalmannschaft feiern durfte.
EM-Bronze gewann Deutschlands Vierer ohne Steuermann bei der Europameisterschaft in Sevilla. Mit im Boot saß Malte Jakschik vom RV Rauxel (2. v. li.), der damit ein tolles Debüt im A-Kader der Ruder-Nationalmannschaft feiern durfte.
Foto: Detlev Seyb

Von fünf auf vier auf drei. Mit einem kräftigen Spurt sicherte sich Deutschlands Vierer ohne Steuermann mit Malte Jakschik bei der Ruder-EM in Sevilla die Bronzemedaille. Es war ein tolles Debüt für den Ruderer des RV Rauxel im A-Kader von Chef-Bundestrainer Ralf Holtmeyer.

Im A-Finale am Sonntag kam der Deutschland-Vierer am Start zwar nicht so gut weg, nahm dann jedoch ab der 500m-Marke deutlich Fahrt auf. Nach 1000 Metern hatte die Jakschik-Crew die Spanier überholt, danach auch noch Kroatien. Der Angriff auf die beiden favorisierten Boote aus Rumänien (Silber) und den Niederlanden (Gold) auf den letzten 500 Metern reichte zwar nicht mehr, doch die Bronze-Medaille wurde mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung vor den Kroaten sicher eingefahren.

Über den Hoffnungslauf hatte es die junge Mannschaft geschafft, das Finale zu erreichen. Maximilian Planer, Malte Jakschik, Felix Wimberger und Toni Seifert siegten am Samstag vor Kroatien und Serbien. „Im Vierer ohne ist es ein enges Geschäft. Das haben wir gespürt, es war ein Dreikampf bis zur Ziellinie“, sagte Jakschiks Teamkollege Maximilian Planer.

Im Gegensatz zum Vorlauf am Freitag, als das Quartett von Trainer Christian Viedt mit Platz vier Lehrgeld zahlen musste, fand das Team in der Nachstartphase kontrollierter in den Streckenschlag und kam somit ökonomischer über die Strecke. Entsprechend hatte das deutsche Team zum Ende des knappen und spannenden Rennens noch genug Kraft, um die gegnerischen Boote auf Distanz zu halten. Hier schob sich letztlich noch der kroatische Vierer an Serbien vorbei auf Platz zwei, während der deutsche Vierer als Erster die Ziellinie überquerte. „Mich beeindruckt ganz besonders die große Lernfähigkeit der jungen Ruderer“, freute sich auch Christian Viedt über die deutliche Leistungssteigerung.

„Mit dem Einzug ins Finale hatten wir unser primäres Ziel erreicht“, freute sich Malte Jakschik, der mit seinen 19 Jahren einer der jüngsten im gesamten Teilnehmerfeld der EM war, „dass es am Ende sogar eine Medaille gab, war natürlich top“.