Bei der HSG stimmt die Einstellung nicht

Die HSG Rauxel-Schwerin hat es am Samstag verpasst, ihren Tabellenstand in der Handball-Bezirksliga zu verbessern. Beim Wittener TV unterlag die Sieben von Trainer Randolf Mertmann mit 27:30 (12:17) und fiel vom achten auf den neunten Platz zurück. Die Damen des TuS Ickern waren schon am Freitag im Kreispokal im Einsatz.

Castrop-Rauxel. Handball, Bezirksliga Ruhrgebiet
Wittener TV - HSG Rauxel-Schwerin 30:27 (17:12)

Der Rauxeler Übungsleiter war mit der Leistung seiner Schützlinge über weite Strecken unzufrieden. "Wir haben einfach nicht den Kampfeswillen und die Einsatzbereitschaft gezeigt, die erforderlich gewesen wären, um dieses Spiel zu gewinnen", befand Mertmann.

Dabei hatte seine Mannschaft in der Wittener Kreissporthalle recht gut begonnen. Nach zehn Minuten stand es 5:5. Kurioserweise kam jedoch mit der ersten Zeitstrafe, die gegen Witten ausgesprochen wurde, ein Bruch ins Spiel der HSG. Statt die Überzahl zum eigenen Vorteil zu nutzen, kassierten die Rauxeler das 5:6 und gerieten danach mit 5:9 in Rückstand.

"In dieser Phase sind wir nicht mehr mit hundertprozentigem Einsatz zu Werke gegangen", kritisierte Mertmann. Der Trainer musste in der Folgezeit auch feststellen, dass seine Spieler nicht auf alle Anweisungen gehört hatten, die er ihnen gegeben hatte. Unter anderem habe er darauf hingewiesen, dass die Schiedsrichter einen harten Kurs bei Unmutsäußerungen fahren würden. "Trotzdem haben wir dann Zeitstrafen wegen Meckerns kassiert", kommentierte Mertmann.

Als seine Mannschaft nach knapp 40 Minuten mit acht Toren in Rückstand geriet (14:22) nahm der HSG-Trainer eine Auszeit und sprach Klartext. "Normalerweise ist das nicht meine Art, aber ich habe die Spieler dann gefragt, ob sie mich eigentlich verarschen wollten", berichtete Mertmann.

Die Standpauke zeigte Wirkung. Die Rauxeler, die in Pascal Meyer (7) ihren bestzen Torschützen hatten, kamen in der Schlussphase noch bis auf zwei Treffer heran. Zu mehr reichte es nicht mehr - auch weil zu viele leichte Fehler im Angriff passierten. "Immerhin hat die Mannschaft in der letzten Viertelstunde gezeigt, dass sie Charakter hat", sagte Mertmann, "aber ich bin jetzt absolut bedient."

TEAM UND TORE
RAUXEL-SCHWERIN:
Weinert, Zautke; Paskaran, Mo. Neuhaus (1), Pinzler (3/3), Krause (4), Meyer (7/3), Soumagne (5), Materna, Zinfert (2), Bellendorf (1), Wieser (4).

Frauenhandball, Kreispokal, Achtelfinale
SuS Olfen - TuS Ickern 7:26

Mit 19 Toren Vorsprung gewonnen und den Einzug in das Viertelfinale des Kreispokals geschafft - eigentlich klingt das nach einem gelungenen Freitagabend für die Handballerinnen des TuS Ickern. Doch der Trainer des Bezirksligisten, Fabian Wolf, war nach dem 26:7 (14:4) des Bezirksligisten beim Kreisliga-Schlusslicht SuS Olfen alles andere als zufrieden.

Ein "grauenhaftes Handballspiel" habe er in der Olfener Sporthalle gesehen, befand der Ickerner Trainer. Seine Mannschaft habe "sehr schlecht gespielt" und sich über weite Strecken dem Gegner angepasst, der in der Kreisliga aus sechs Spielen noch keinen einzigen Punkt geholt hat.

Dennoch war der Sieg im Achtelfinal-Spiel ungefährdet. Sandra Völker (8), Maren Mertens, Denise Becker und Neele Diebke (jeweils 5) erzielten den Großteil der Ickerner Treffer.

Der TuS steht somit in der Runde der letzten Acht, die bis Sonntag, 26. Februar, ausgespielt wird.

Am Sonntag, 27. November, geht der Spielbetrieb für die Wolf-Sieben mit der Heimpartie gegen den SC Huckarde-Rahm (12.) weiter.

Jörg Laumann