Alle heimischen Teams stehen über dem Strich

Das war dann doch eine schöne Überraschung am Ostermontag aus Sicht der Castrop-Rauxeler Fußballer: Erstmals seit dem zwölften Spieltag steht kein Team aus der Europastadt auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga.

Castrop-rauxel.. Nicht die Spvg Schwerin (13.), nicht der SV Wacker Obercastrop (11.), und der FC Frohlinde (5.) sowieso nicht. Das Team um das spielende Trainer-Duo Stefan Hoffmann und Michael Wurst hat mit dem 3:0 bei Eintracht Datteln (6.), dem vierten Sieg in Folge nach der Winterpause, neue Begehrlichkeiten entfacht. Platz zwei ist nun das Ziel, das sich, angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Arminia Marten, auch tatsächlich noch in Schlagweite befindet.

Nicht zuletzt ist der zweite Rang auch verbunden mit der Hoffnung, vielleicht doch noch eine Aufstiegschance zur Landesliga zu bekommen. Zuletzt hatte es eine solche Runde für die Zweitplatzierten der Bezirksligen am Ende der Spielzeit 2012/13 gegeben. 2007 durfte die Spvg Schwerin als "Vize" an der Relegation zur Landesliga teilnehmen, scheiterte damals aber bereits im ersten Spiel.

Reinhold Spohn, Vorsitzender des Verbands-Fußballausschusses (VFA) des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW), dämpft allerdings die Erwartungen. "Augenblicklich steht so etwas nicht im Raum, jede Aussage zu einer Entscheidungsrunde wäre rein spekulativ", erklärt er. "Erst wenn ein Platz in der Landesliga frei würde, könnte darüber gesprochen werden." Nichtsdestotrotz bleiben die Frohlinder auf Kurs. Mit einem Sieg gegen den Vierten Westfalia Langenbochum am Sonntag, 12. April, könnte sich der FCF mindestens um einen Rang verbessern.

Platzierungen, von denen die Lokalrivalen Wacker Obercastrop und Spvg Schwerin derzeit nur träumen können. Aber auch diese beiden Mannschaften haben sich im unteren Bereich der Tabelle jetzt besser positioniert. Wacker hat mit seinem neuen Trainer Andreas Köhler nun zwei Mal gewonnen. Sollte am kommenden Wochenende gegen Eintracht Datteln, die Köhler bis zur Winterpause trainiert hatte, der dritte Sieg folgen, sähe die vorher so aussichtslos wirkende Lage plötzlich richtig rosig aus.

Daran arbeitet auch Trainer Thomas Faust mit der Schweriner Elf. Das 1:1 gegen den Dritten TuS Eichlinghofen wird Mut machen. Jetzt dürfen sich die Blau-Gelben nur nicht von Vestia Disteln (9.) "stechen" lassen. Einem Gegner, dem man im Falle eines Sieges in der Tabelle ganz dicht auf die Pelle rücken könnte.

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