Weltcup im Vietnam beeindruckt Rudolph

Christian Rudolph musste im Sechzehntelfinale die Segel streichen.
Christian Rudolph musste im Sechzehntelfinale die Segel streichen.
Foto: Winfried Labus / FotoPool
Zwar ist der Weltcup im Vietnam für Dustin Jäschke und Christian Rudolph jäh beendet, dennoch beeindrucken die örtlichen Gegebenheiten.

Bottrop..  Für Christian Rudolph und Dustin Jäschke ging es jüngst auf eine abenteuerliche Reise. Die beiden Dreiband-Spieler der Bottroper Billard-Akademie starteten vor wenigen Tagen beim Weltcup im Vietnam - eine Premiere, denn nie zuvor fand ein solches Turnier auf vietnamesischem Boden statt. „Außerdem war ich dort noch nie“, erzählt Rudolph, der in seiner langen Spielerkarriere schon einige Länder bereist hat, „daher war ich sehr gespannt darauf, was mich dort erwartet. Nicht nur sportlich, sondern auch abseits vom Tisch.“

Jäschke, der als großes Nachwuchstalent gilt, startete bereits in der Qualifikationsphase des Turniers und war auf dem besten Weg, sich in seiner Gruppe durchzusetzen. Die erste Partie gewann er deutlich, im zweiten Duell ging es gegen den Türken Can Capak und somit auch ums Weiterkommen. Der BBA-Spieler lag zwischenzeitlich mit 25:16 vorne und hatte den Sieg bereits vor Augen, in der alles entscheidenden Phase schlich sich aber das Pech ins Spiel des Bottropers, weshalb Capak noch vorbeiziehen und sich den ersten Rang sichern konnte. „Schade, für Dustin war es aber dennoch eine positive Erfahrung“, ist sich Rudolph sicher.

Knappe Niederlage gegen Caudron

Der Routinier startete durch die Erteilung einer Wildcard erst in der K.O.-Phase des Turniers. Gleich im Sechzehntelfinale traf Rudolph dabei auf einen alten Bekannten: Gegen den Belgier Frédéric Caudron spielte er erst im März in der Dreiband-Bundesliga - mit Erfolg. Und auch beim Weltcup hatte der zweimalige Weltmeister alle Chancen zum Sieg: Zwischenzeitlich führte Rudolph mit 29:28. „Bis zum Schluss war alles offen“, so der 51-Jährige, der letztlich aber mit 33:40 unterlag. Der Trainingsrückstand machte sich bemerkbar, seit einiger Zeit plagt sich der gebürtige Kölner mit Beschwerden im Lendenwirbelbereich herum.

„In Normalform wäre mehr drin gewesen“, resümiert Rudolph, der das Achtelfinale durch die Niederlage verpasste. „Ich war innerlich zu unruhig und konnte mein eigentliches Leistungspotenzial nicht ausschöpfen.“

Dennoch kann er der Veranstaltung viel positives abgewinnen. Denn nicht nur sportlich, sondern auch abseits des Tisches hatte der Weltcup in Ho-Chi-Minh-Stadt einiges zu bieten, wie Rudolph verrät: „Ich habe schon in einigen Ländern gespielt, allerdings habe ich nirgendwo sonst ein so faires Publikum erlebt.“ Dazu hinterlassen die örtlichen Gegebenheiten einen bleibenden Eindruck. „Wir waren mitten im Zentrum untergebracht, da war die Hölle los.“ Nun steht für Rudolph Regeneration auf dem Programm: „Ich will mich körperlich wieder fit kriegen.“

Die nächste Einschreibung für den Weltcup in Porto/Portugal im Juli ist bereits erfolgt. Sofern sie ihre Startberechtigung erhalten, treten Jäschke und Rudolph dann erneut an den Tisch und wollen wieder angreifen.

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