Wegweisende Partie für den VfB Bottrop

Fußball-Landesligist VfB Bottrop (weiße Trikots) ist am nächsten Spieltag beim Tabellennachbarn SV Burgaltendorf in Essen zu Gast.
Fußball-Landesligist VfB Bottrop (weiße Trikots) ist am nächsten Spieltag beim Tabellennachbarn SV Burgaltendorf in Essen zu Gast.
Foto: FUNKE Foto Services
Fußball-Landesligist VfB Bottrop muss am nächsten Spieltag beim Tabellennachbarn unbedingt punkten, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren.

Bottrop. Am vergangenen Sonntag verpasste der VfB Bottrop es, in der Landesliga wichtigen Boden auf die Nicht-Abstiegsplätze gutzumachen. WAZ-Mitarbeiter Sebastian Goretzki sprach mit Trainer Mevlüt Ata über das Restprogramm und die verbliebenen Chancen auf den Klassenerhalt.

Herr Ata, am Sonntag kassierte Ihre Mannschaft gegen den ESC Rellinghausen eine empfindliche 0:3-Heimniederlage. Konnte diese gut verdaut werden?

Der Ärger über diese Pleite war schon da, da sie aus meiner Sicht absolut vermeidbar war. Allerdings wären Punkte gegen Rellinghausen ein Bonus gewesen. Unbedingt einplanen konnten und wollten wir sie nicht.

Ihre Mannschaft präsentierte während der Partie zwei verschiedene Gesichter. In den ersten 45 Minuten wirkte sie souverän, in der zweiten Halbzeit überfordert. Wieso?

Wir haben im ersten Durchgang defensiv sehr gut agiert. Wir haben stets die Ordnung gehalten und uns mit den kleinen Dingen zufrieden gegeben. Wir wollten geduldig spielen und auf unsere Chance lauern, so wie in der 39. Minute, als wir plötzlich die dicke Chance zur Führung hatten.

Und dann das schnelle Gegentor nach Wiederanpfiff . . .

Das 0:1 hat uns natürlich komplett aus der Bahn geworfen. Wir wollten den Erfolg zu unbedingt und sind ins offene Messer gerannt. Hätten wir gegen den ESC auch nur einen einzigen Punkt geholt, dann wäre ich schon zufrieden gewesen. Dieser Zähler könnte in der Endabrechnung einen Unterschied ausmachen.

Nun hat Ihre Mannschaft angesichts des Sechs-Punkte-Rückstands immer noch alle Chancen auf den Klassenerhalt, allerdings werden die Spieltage immer weniger.

Noch stehen uns alle Türen offen. Am Sonntag hätten wir natürlich Druck auf den SV Burgaltendorf und den PSV Wesel-Lackhausen, die es in der Tabelle zu überholen gilt, aufbauen können, da uns die gesamte Konkurrenz in die Karten gespielt hat. Wir können es aber nun nicht mehr ändern und müssen von Spiel zu Spiel schauen.

Dann blicken wir auf das nächste Spiel des VfB. Es geht am Sonntag nach Burgaltendorf. Ist das die ultimativ letzte Chance, den rettenden Plätzen nochmal näher zu kommen?

Alle wissen genauso gut wie ich, dass das Spiel in Burgaltendorf wegweisend sein wird. Denn dann zählt für uns nur der Sieg. Holen wir dort keine drei Punkte, können wir zu 99 Prozent für die Bezirksliga planen. Das anschließende Restprogramm ist alles andere als einfach.

Sie spielen neben Wesel noch gegen die beiden Topteams der Liga. Glaubt das Team auch bedingt durch die deutlichen Hinspielresultate da überhaupt an sich?

Mit Schonnebeck und dem FSV Duisburg erwarten uns natürlich noch zwei Kracher. Allerdings müssen beide in unserem Stadion antreten. Dazu muss man die Hinspiele differenziert betrachten: Beim FSV waren wir keinesfalls die schlechtere Mannschaft, auch wenn wir mit 0:3 verloren haben. Und in Schonnebeck traten wir mit einer echten Rumpftruppe an und mussten die Partie in Unterzahl beenden. Das Team glaubt nach wie vor an sich.

Was zeichnet Ihre Mannschaft denn aus?

Wir sind eine Einheit. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam. Qualitativ gehören wir sicher nicht zur Extraklasse der Landesliga, allerdings stehen wir alle zusammen. Das zeigt ja auch, dass fast alle Spieler schon ihre Zusage für die neue Spielzeit gegeben haben, egal in welcher Liga wir landen.

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