VfB Bottrop fällt auf Platz sechs zurück

Amrullah Bayhoca und der VfB Bottrop versuchten am Sonntag alles, die Ata-Elf unterlag dem SV Genc Osman Duisburg aber dennoch mit 1:2
Amrullah Bayhoca und der VfB Bottrop versuchten am Sonntag alles, die Ata-Elf unterlag dem SV Genc Osman Duisburg aber dennoch mit 1:2
Foto: Winfried Labus

Der VfB Bottrop wollte die Steilvorlage des Tabellenführers nutzen. Nach dem 5:0-Erfolg der Sportfreunde Hamborn 07 im Spitzenspiel bei der DJK Vierlinden am Samstag, schien der Weg frei für die Bottroper, den Abstand zum Tabellenzweiten auf sechs Punkte zu verkürzen. Doch die Bottroper enttäuschten im Heimspiel gegen den SV Genc Osman Duisburg. Das Spiel ging am Sonntag unnötig mit 1:2 verloren.

„Man muss heute auch einmal zugeben, dass wir einfach nicht gut waren. Unsere Leistung hat nicht gereicht“, erklärte Mevlüt Ata nach dem Spiel gegen die Duisburger. Bei seiner Kritik schloss er Abwehr- und Angriffsverhalten gleichermaßen ein: „Wenn wir unsere Chancen nutzen, gewinnen wir. Auf der anderen Seite hauen wir uns die Bälle fast alleine rein.“ Unzufrieden war Ata vor allem mit dem ersten Durchgang, der das Zeug dazu hatte, für klare Verhältnisse auf dem Kunstrasenplatz an der Hans-Böckler-Straße zu sorgen. „Wir müssen zur Pause mit 3:1 führen. Mindestens. Was wir momentan an Möglichkeiten liegen lassen, geht auf keine Kuhhaut “, so Ata. Die erste gute Chance hatte Alexander Tschalumjan auf dem Fuß. Bottrops Torjäger agierte im Strafraum aber zu unentschlossen. Das bestrafte der Gast aus Duisburg fast im Gegenzug mit dem Führungstreffer (17.) durch Oguzhan Maminoglu.

Michael Kiefer trifft zum Ausgleich

Immerhin fand der VfB Bottrop nach dem Gegentreffer wieder in die Spur. Michael Kiefer erzielte in der 32. Minute den Ausgleich und läutete damit die Schlussphase der ersten Halbzeit ein, in der die Bottroper auf dem Weg Richtung Tor zu fahrig wirkten. Der SV Genc Osman rettete sich ohne weiteren Schaden in die Halbzeitpause.

12 Minuten in Überzahl

Die 15 Minuten, in denen der Ball ruhte, nutzte Ata, um seinen Spielern ins Gewissen zu reden. „Ich habe den Jungs gesagt, dass der Gegner nach dem Seitenwechsel noch einmal aufdrehen wird. Dass wir kompakt stehen müssen. Und vor allem, dass wir unsere Angriffe besser zu Ende spielen müssen“, so Ata.

Die Worte des Trainers fruchteten allerdings nicht. Schon fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielten die Duisburger die erneute Führung. Ein langer Ball ins Zentrum wurde verlängert und fand in Oguzhan Maminoglu einen dankbaren Abnehmer. Ein Gegentreffer, bei dem vor allem die Bottroper Innenverteidigung keine gute Figur abgab. Ata hatte die Hoffnung auf einen Punktgewinn aber noch nicht abgeschrieben. Bottrops Trainer dirigierte seine Mannschaft, wechselte von der Vierer-Abwehrkette auf eine Dreierformation. Die taktischen Eingriffe zeigten aber kaum Wirkung. Der VfB Bottrop spielte sich zwar noch einige Male in Situationen, aus denen der Ausgleich hätte fallen können, allerdings wirkte der Spielaufbau des VfB wenig souverän. „Anstatt den Ball laufen zu lassen, haben es meine Jungs mit langen Bällen versucht. Wir haben es dem Gegner dadurch viel zu leicht gemacht“, so Ata. Auch in den letzten zwölf Spielminuten, in denen die Bottroper nach einer Roten Karte gegen Duisburgs Samed Basol (Nachtreten) in Überzahl spielten, sollte kein Tor mehr fallen. Trotz der Pleite, durch die der VfB auf Platz sechs zurückfällt, blickt Ata den kommenden Aufgaben mit Optimismus entgegen: „Wir haben bis zum Jahreswechsel noch drei Spiele vor der Brust. Wenn wir neun Punkte holen, dann war 2016 ein Erfolg.“

 
 

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