Teamgeist war der Glücksbringer

Ein starkes Duo waren in dieser Saison die Punktegaranten Matthias Kuchenbecker (l.) und Fabian Lange. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Ein starkes Duo waren in dieser Saison die Punktegaranten Matthias Kuchenbecker (l.) und Fabian Lange. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
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Bottrop.. Er kehrte vom BVH Dorsten zurück zur Bottroper Badminton-Gemeinschaft (BBG), um zu bleiben. Und um in die Oberliga aufzusteigen. Teil zwei wurde übererfüllt. Die BBG sprang vor dieser Saison als Nachrücker in die Oberliga, und in dieser Saison gelang ihr bereits zwei Spieltage vor Schluss der Aufstieg in die Regionalliga. Alles in Windeseile und federleicht. Mit dem Motor der Mannschaft und Spielertrainer Matthias Kuchenbecker verfolgte Klaus Offergeld den rasanten Weg des BBG-Aufstiegsteams.

Was haben Sie letzten Sonntagabend gemacht, als Sie von der Niederlage Ihres Konkurrenten Sterkrade gegen Wesel erfuhren?

Matthias Kuchenbecker: Wir waren natürlich gespannt und vorbereitet. Zwei unserer Spieler waren beim Spiel in Sterkrade, und ich habe vom Weseler 5:3-Sieg per SMS erfahren. Wir waren mit unserem 1. Vorsitzenden, dem Rest der Mannschaft und Betreuern in Brauhaus. Den Rest können Sie sich denken.

Was ist passiert, dass eine Mannschaft, die als Nachrücker in die Oberliga aufstieg, derart souverän und immer noch ungeschlagen in die Regionalliga aufsteigt? Können Sie zaubern?

Wir haben ganz bewusst auf unsere junge Mannschaft gesetzt, das Training gezielt umgestellt und so einen tollen Teamgeist entwickelt. Das haben nicht viele. Hinzu kam, dass wir sehr konstant spielten, keine Ausfälle hatten, aber auch das nötige Glück. Es gab viele enge Spiele, die wir gewannen. Für uns ging es zunächst nur um den Klassenerhalt, und ehrlich gesagt, dass wir jetzt aufgestiegen sind, das war eigentlich erst für die nächste Saison geplant.

Kommt jetzt der große Umbruch, wie geht’s weiter?

Ich habe schon vor dem letzten Wochenende, an dem sich ja alles für uns so positiv entwickelte, mit der Mannschaft gesprochen. Alle wollen weiter machen und bei uns bleiben. Wir setzen unseren eingeschlagenen Weg fort und werden uns höchstens punktuell verstärken. Unser Credo heißt, weiter intensiv trainieren, sportlich gut agieren und als Team so geschlossen auftreten wie in dieser Saison.

Leicht wird es nicht, zumal Ihre Spieler nun auch in den Fokus anderer Vereine rücken. Wie schätzen Sie die Regionalliga ein?

Das ist schon eine andere Nummer. Viele Vereine verstärken sich mit Spielern aus ganz Europa. Wir wollen das nicht und werden keine spektakulären Neuen holen. Wir wollen eine gute Rolle spielen und mit unserem Team mehr Identifikation mit den Zuschauern erreichen.

Ist das das Geheimnis für den Weg in die Zukunft?

Das ist unser Weg. Identifikation, Nachwuchsarbeit, Teamgeist. Der Weg ist schwierig, aber wir wollen unseren Leuten eine Perspektive bieten. Das ist eine ganze Menge.

 
 

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