SV Rhenania: Erstes Tor, erster Punkt

Birgitt Schuknecht/Björn Goldmann
Marc Grobri (li.) und der VfB unterlagen in Duisburg
Marc Grobri (li.) und der VfB unterlagen in Duisburg
Foto: WAZ-Fotopool
Erstes Erfolgserlebnis für den SV Rhenania. Der VfB verliert derweil in der zweiten Halbzeit den Faden

Bottrop.  Es geht doch! Das erste Tor, der zweite Punkt – Rhenania Bottrop und die Landesliga kommen doch noch zusammen. Der VfB spielt derweil eine gute Halbzeit in Duisburg – und eine schlechte.

Rhenania Bottrop –
ESC Rellinghausen 1:1 (1:1)

Im fünften Anlauf hat es geklappt: Der SV Rhenania Bottrop schoss sein erstes Tor in der Landesliga. Arthur Wcislo nahm aus gut 20 Metern Maß und beförderte den Ball in die Maschen (17.). Oliver Dirr strahlte: „Ein Traumtor.“ Es sollte an diesem Tag aber nicht der einzige Treffer aus dieser Kategorie bleiben. Sascha Neue überwand nach einer halben Stunde Rhenanias Keeper mit einem sehenswerten Distanzschuss. Geschockt waren die Hausherren nach dem Ausgleich nicht. Nach einem Freistoß scheiterte Timo Kleer in aussichtsreicher Position am ESC-Schlussmann Marco Niggemeier (33.) und nur eine Minute später legte der fleißige Pascal Pfeifer für Sezer Akmisir auf. Dessen Schuss aus recht spitzem Winkel wurde zur Beute von Niggemeier.

Auch Rellinghausen hatte gute Möglichkeiten: Kreshnik Vladi zwang Dominik Wrobel zu einer Fußabwehr (4.), Emrah Cinar schoss nach einer Ecke knapp am Tor vorbei (12.), und Denis Dluhosch kam nach einem Freistoß frei stehend zum Kopfball (34.). Und nach der Halbzeitpause atmete der Rhenanen-Anhang auf, als Wrobel einen Schuss über die Latte lenkte (48.). Ebenso gefährlich blieben die Gastgeber, gleich zweimal setzte Pfeifer Akmisir in Szene (50., 78.), und auch Amanuel Haile wusste seine Gegenspieler zu beschäftigen (53., 60.). Und dann gab es noch eine gute Freistoßmöglichkeit für David Hücker (89.).

„Eine herausragende Mannschaftsleistung gegen einen spielerisch sicher überlegenen Gegner“, meinte Dirr anerkennend, der Robin Müller mit einem Sonderlob bedachte. „So wollen wir weiter Punkte sammeln und dann schauen, dass wir mit einer starken Rückrunde unser Ziel erreichen. In der Winterpause ist noch keiner abgestiegen.“

Duisburger SV –
VfB Bottrop 4:2 (0:1)

Wäre ein Spiel nur 45 Minuten lang, dann hätte der VfB sich jubelnd aus Duisburg verabschiedet. Alles passte einfach in der ersten Halbzeit. Die Bottroper gewannen die Zweikämpfe, sie spielten schnell, standen kompakt und waren läuferisch stärker als die Gastgeber. Zudem hatten sie einen starken Marco Rinski im Tor, der in der 36. Minute eine gute Chance von Duisburgs Torjäger Dejan Vukadinovic mit einer tollen Parade entschärfte. Auf der anderen Seite war Deniz Yesil erfolgreicher. Sein Schuss fand den Weg an Keeper Julien Schneider Torwart vorbei in die Maschen.

Doch die zweite Halbzeit „war wirklich nicht unsere“, sagte VfB-Trainer Mevlüt Ata. Er wurde sogar noch präziser: „Eigentlich war die zweite Halbzeit eine Katastrophe.“ Denn nun präsentierten sich die Duisburger durch einige Umstellungen besser, nun übernahmen sie das Spiel. „Plötzlich ging bei uns gar nichts mehr“, sagte Ata. Schlimmer noch: Das 1:1 fiel äußerst unglücklich, als ein Schuss von Adrian Tober erst durch den Körper von Deniz Yesil ins VfB-Tor gelenkt wurde.

„Wir hätten diese mehrminütige Drangphase nur überstehen müssen“, haderte Ata. Als schließlich das 3:1 (84.) für die Platzherren fiel, schien die Partie gelaufen zu sein. Doch Yesil brachte noch einmal Hoffnung, als er vier Duisburger dumm aussehen ließ und ein Solo zum 2:3 vollendete. Die Hoffnung aber währte kurz, zwei Minuten vor dem Abpfiff stellte der DSV den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Ata: „Zwei der Gegentore sind aus Einwurfsituationen gefallen. Das darf nicht passieren, auch wenn die Duisburger uns körperlich überlegen waren.