Rhenania siegt in letzter Minute, auch der VfB zündet spät

Burak Öktem und der VfB Bottrop siegten gegen Bocholt 26.
Burak Öktem und der VfB Bottrop siegten gegen Bocholt 26.
Foto: Michael Korte
Ein Sieg in letzter Minute für den SV Rhenania, der mit dem 3:2 über Viktoria Buchholz in der Nachspielzeit „lebenswichtige Punkte“ holte. Auch der VfB spielte den Spätzünder und schoss seine Tore kurz vor dem Abpfiff.

SV Rhenania – Viktoria Buchholz 3:2 (1:0): Die wohl schönste Aktion der Partie brachte die Erlösung: Drei Minuten lang lief die Nachspielzeit, als Pascal Pfeifer den Ball auf Dominik Wenderdel weiterleitete. Der nutzte die Chance eiskalt zum 3:2. Entscheidung in letzter Sekunde! Es war die Krönung eines kuriosen Spiels. Eines Spiels, in dem es mehr Nickligkeiten als Torschüsse gab. In dem sich die Duisburger zwischen der 73. und der 76. Minute selbst durch zwei Ampelkarten dezimierten. Und in dem Spieler und Trainer untereinander alles austauschten – nur keine Komplimente. „Das war ein Sieg des Willens“, war Rhenania-Coach Oliver Dirr sichtlich stolz auf sein Team. Ja, das war Abstiegskampf pur. Und am Ende hatte das cleverere Team gewonnen. Die Rhenanen hatten sich besser auf die überforderten Schiedsrichter eingestellt, hatten nicht weniger gefoult als die Duisburger – allerdings weniger offensichtlich. Dirr: „Am Ende haben wir gewonnen, weil der Gegner undiszipliniert war.“

Zunächst sah es noch so aus, als könne Rhenania auch ohne großes Drama gewinnen. Das war in der ersten Halbzeit, als Pascal Pfeifer die Blau-Weißen in Führung brachte (33.). Doch nach der Halbzeitpause kam der Einbruch, Buchholz traf zweimal. Als es richtig hektisch wurde, brachte der Kopfball von Radoslaw Jankowski das 2:2 (75.) und damit doch noch die Chance auf den Sieg.

VfB Bottrop – SC 26 Bocholt 2:0 (0:0): Ein glückliches Händchen des Trainers und zwei Treffer der Marke „Last Minute“ sicherten dem VfB Bottrop drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. So waren es eingewechselte Spieler, die den Bottropern am Ende ein Lächeln aufs Gesicht zauberten. Ibrahim Akkaya hatte Samet Sadiklar bedient (85.). Mohamed Bouterfas beförderte den Abpraller ins Tor, nachdem Akkaya den Pfosten traf (88.). „Die Einwechslungen brachten heute die Entscheidung“, war VfB-Trainer Mevlüt Ata sichtbar erleichtert.

85 Minuten lang zeichnete sich ein torloses Unentschieden ab, wobei dem VfB noch eher der Siegeswille nachzuweisen war. Doch die wenigen Chancen, die er sich erarbeiten konnte, wurden nicht genutzt. So scheiterte Oktay Semiz schon nach fünf Minuten nach einem tollen Sololauf, auch Chancen von Pascal Bauer (47.) und ein Freistoß von Burak Öktem (67.) wurden geklärt.

„Es war ein sehr schweres Spiel, der Gegner stand extrem tief“, wusste Ata. Nur selten überquerten die Gäste aus Bocholt die Mittellinie, dabei wurden meist lange Bälle in die Spitze geschlagen. Dennis Mölders, der kurzfristig Marco Rinski im Tor vertrat, wurde kaum gefordert. Und so war es der späte Doppelschlag, der die Erlösung brachte. „Geduld zahlt sich am Ende eben aus“, so Ata. „Wir sind nun seit sechs Spielen ungeschlagen, gerne darf es so weitergehen.“

 
 

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