Rhenanen bejubeln den ersten Heimsieg

Schuknecht/Lazar
David Hücker von Rhenania Bottrop setzt sich gegen die Spieler des TuB Bocholt durch.
David Hücker von Rhenania Bottrop setzt sich gegen die Spieler des TuB Bocholt durch.
Foto: WAZ FotoPool
Es war ein erfolgreiches Wochenende für die Bottroper Landesligisten. Sowohl der SV Rhenania als auch der VfB Bottrop konnten ihre Heimspiele gewinnen und wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren.

Bottrop. VfB Bottrop –
ESC Rellinghausen 06 2:1 (0:0)

Mit einer Rumpfelf ging VfB-Coach Mevlüt Ata in das Heimspiel gegen den ESC Rellinghausen. Neben zahlreichen Ausfällen musste er mit Michael Kiefer und Marc Grobri zwei angeschlagene Spieler aufbieten. Dementsprechend nervös begann das Spiel. Der VfB stand hinten sicher, Rellinghausen mühte sich, kam aber in den ersten 45 Minuten nicht zu nennenswerten Torchancen. Das torlose Remis zur Halbzeit war der logische Zwischenstand.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es dann gerade mal drei Minuten, ehe der VfB in Führung ging. Nach einem Freistoß aus halblinker Position, den Burak Öktem an die Latte knallte, stand Samet Sadiklar goldrichtig und köpfte aus kurzer Distanz ein. Ein kurzes VfB-Strohfeuer erlosch dann aber schnell, und Rellinghausen nahm das Zepter wieder in die Hand, ohne sich viele Gelegenheiten zu erspielen. Und wenn sich doch eine ergab, war stets Marco Rinski zur Stelle. Die Abwehr des VfB stand sicher, bis Sascha Neue in der 66. Minute von links nach Innen zog und das lange Eck anvisierte. Rinski war geschlagen und die Partie ausgeglichen. Rellinghausen spielte jetzt auf das 2:1, der VfB verlegte sich auf’s Kontern im eigenen Stadion und ließ hinten wenig zu. So deutete alles auf ein 1:1 hin, bis sich Burak Öktem durchtankte, präzise und hart auf den zweiten Pfosten flankte, wo Fabian Blanik gegen den Lauf des Torhüters zum 2:1 einköpfte. Auf Grund der Tatsache, dass Rellinghausen zwar wollte, aber zu selten konnte, und der VfB sich vor allem defensiv stark präsentierte, ein verdienter Siegtreffer. „Ein Lob an unseren Physiotherapeuten Christian Müller, der die Jungs fit gemacht hat und an die Mannschaft für die starke Leistung“, sagte ein zufriedener Mevlüt Ata nach dem Spiel. Wäre die Torausbeute seines Teams immer so gut, wäre der VfB wohl ganz oben mit dabei.

Rhenania Bottrop –
TuB Bocholt 3:1 (2:1)

„Der Gegner war schwach, aber wir waren auch schwach“, gab Rhenanias Trainer Oliver Dirr zu. „Jede andere Mannschaft hätte uns wohl vom Spielfeld geschossen.“

Die Rhenanen agierten in der Anfangsphase überaus nervös. In der siebten Minute geriet der Ball nach einem Pressschlag in den Laufweg eines Bocholter Stürmers, der nicht lange fackelte. Dominik Wrobel lenkte den Ball zur Ecke. Nur zwei Minuten später bewahrte Rhenanias Schlussmann seine Farben in einer 1:1-Situation erneut vor dem möglichen Rückstand.

In der zehnten Minute zeigten die Rhenanen, wo an diesem Tag ihre Stärke lagen. Gleich die erste Möglichkeit führte zur Führung. David Hücker setzte sich im Strafraum durch und bediente Sezer Akmisir, der, – am langen Pfosten stehend – Philipp Juttner im Bocholter Tor keine Chance ließ. Allerdings brachte das 1:0 keine Ruhe in das Spiel der Hausherren. In der 14. Minute flankte Kubilay Serbes von links in den Strafraum der Rhenanen und Carsten Willing hatte keine Mühe, den Ball im Tor unterzubringen: 1:1. Pascal Pfeifer leitete drei Minuten später die passende Antwort der Rhenanen ein: Per Hacke legte der Stürmer für Joel Goldberg auf und der A-Jugendspieler vollendete. Die beste Chance vor der Pause, auf 3:1 zu erhöhen, hatte Kevin Wenderdel, doch der scheiterte frei stehend am gegnerischen Keeper (35.). Kevin Lachs sorgte per Kopf für die Vorentscheidung, nach einer Ecke von Ali Akdeniz (54.). Die Rhenania überließ in der Folge den Gästen das Feld und lauerte auf Konter; Zählbares sprang dabei nicht heraus. „Das war unsere schwächste Saisonleistung“, meinte Dirr. „Aber ich habe auch Verständnis für die Jungs. Jeder, auch ich, hat heute einen Sieg erwartet, aber trotzdem muss man auch das Spiel erst mal spielen.“