Platz drei ist für den SV Fortuna Bottrop in Reichweite

Durchgesetzt: Dostlukspors Sebastian Murasch (weißes Trikot, Nummer 18) und Kapitän Aytac Demir versuchen vergeblich, Niklas Bossek in seinem Offensivdrang zu stoppen.
Durchgesetzt: Dostlukspors Sebastian Murasch (weißes Trikot, Nummer 18) und Kapitän Aytac Demir versuchen vergeblich, Niklas Bossek in seinem Offensivdrang zu stoppen.
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool

Fortuna Bottrop – Dostlukspor Bottrop 2:0 (1:0). „Wir wollen Dostlukspor zeigen, warum wir 22 Punkte haben!“ So lautete die Vorgabe von Fortunas Trainer Marco Hoffmann und so präsentierten sich die Gastgeber von der ersten Sekunde an. Schon früh hätten Niklas Bossek, der nach fünf Minuten an einer Freistoßflanke von Vitali Schreiner vorbei rutschte, und Nico Große-Beck, der nach einem Steilpass knapp verpasste, für den ersten Jubel der heimischen Anhänger sorgen können.

Die berühmt-berüchtigten Zentimenter schlugen dann positiv für die Fortunen zu Buche, als Dostlukspor versuchte, sie bei einem Freistoß abseits zu stellen. Doch Schiedsrichter Nico Neuhaus pfiff erst, nachdem Marcel Leidgebel die Vorlage von Große-Beck zum 1:0 über die Torlinie schob (17.). Auch nach dem Führungstreffer hatten die Hausherren die besseren Offensivaktionen, während sich das Team von Milan Lazic um Ballbesitz und Spielkontrolle bemühte.

In der zweiten Halbzeit bot das Derby nur wenig Sehenswertes. Wenige Minuten machten die Gastgeber noch Tempo, doch dann überließen sie Dostlukspor das Feld. Die Gäste fanden aber kein Mittel, diese Freiräume zu nutzen. Fortuna hatte in der Defensive wenig Probleme, verzichtete aber zumeist auf schnelles Umschalten. Der zweite Treffer resultierte aus einem Schnitzer in Dostlukspors Abwehr, als ein sicher geglaubter Ball versprang. Große-Beck bedankte sich mit dem 2:0.

„Es war eine verdiente Niederlage, auch wenn die Tore – einmal Abseits, einmal klären wir den Ball nicht – so nicht fallen dürfen“, erklärte Lazic. „Die Mannschaft hat nicht so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe.“

Hoffmann freute sich über eine gute erste Halbzeit und einen weiteren „Dreier“. „Wir hätten das Ergebnis in der ersten Halbzeit klarer gestalten können, da waren wir die bessere Mannschaft. Diesmal hatten wir die strittige Entscheidung, anders als in Frintrop, auf unserer Seite.“


Rhenania Bottrop – TuS Essen-West 0:2 (0:0). „Das war eine Topleistung von den Jungs. Aber es macht mich sauer, dass sie sich - auch wegen einiger Schiedsrichterentscheidungen - nicht belohnen konnten“, haderte Oliver Dirr mit den Geschehnissen Im Blankenfeld. Schon nach einer guten halben Stunde mussten die Hausherren ohne den zehnten Feldspieler auskommen. Gelb wegen Foulspiels, Gelb wegen Meckerns in derselben Szene, dies addierte sich zu einem Platzverweis gegen Manuel Ephan.

Die Rhenanenabwehr, eine Kombination aus Fünferkette und drei Sechsern, hatte bis dato nichts zugelassen. Nachdem Dirr in der Halbzeitpause auf Viererkette umgestellt hatte, erzielten die Gäste das 1:0, ehe sich die Rhenanen auf das neue System eingestellt hatten. Die Gastgeber reagierten in „Jetzt erst recht!“-Manier und boten dem Gegner einen offenen Schlagabtausch. Fast hätten sie daraus Kapital geschlagen, doch Felix Nizeyimana sprang einem Foulversuch im gegnerischen Strafraum aus dem Weg (89.). Mit dem anschließenden Konter erzielten die Gäste das 2:0. „Essen hat uns mit seiner miserablen Chancenverwertung ein Geschenk angeboten, wir haben es durch unsere Naivität ausgeschlagen.“

 
 

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