Paragraf elf regelt die Spielerlaubnis

Abwarten, heißt es weiterhin für Barisspor. Heute Abend könnte nach der Spruchkammerverhandlung Klarheit über das Thema Klassenerhalt herrschen.
Abwarten, heißt es weiterhin für Barisspor. Heute Abend könnte nach der Spruchkammerverhandlung Klarheit über das Thema Klassenerhalt herrschen.
Foto: Michael Korte
Am morgigen Dienstag wird über den Fall BW Oberhausen verhandelt. Für Barisspor Bottrop könnte dann endlich Klarheit herrschen. Für diese sorgt auch der Paragraf elf.

Oberhausen/Bottrop..  Am morgigen Dienstag wird vor der Kreisspruchkammer im Fall Blau-Weiß Oberhausen verhandelt. Wie berichtet, könnte das Ergebnis Klarheit in Sachen Abstieg aus der Kreisliga A geben. Denn noch steht nicht fest, ob BWO, Barisspor und unter Umständen sogar der sicher geglaubte VfR Ebel zittern müssen.

Doch wie könnten die Vereine am Saisonende Nerven und Geld für Verhandlungen sparen? Indem sie sich mit der Spielordnung, insbesondere dem Paragrafen elf, befassen.

Dort geht es um den Umfang der Spielerlaubnis. Genau der Punkt, der aktuell für das ganze Durcheinander sorgt. Interessant sind für Amateurvereine primär die Punkte eins bis sieben. Erst ab dem fünftletzten Punktspieltag greifen besondere Regelungen. Prinzipiell zählen Spieler, sobald sie ein Spiel für eine Mannschaft ihres Vereins bestreiten, zu diesem Team. Freundschafts- und Pokalspiele ausgenommen. „Hochziehen“ geht jederzeit, sprich Spieler aus der Zweiten können ohne Probleme in die Erste wechseln. Danach dürfen sie nach Ablauf einer Schutzfrist von fünf Tagen wieder bei der zweiten Mannschaft spielen.

Das genaue Alter ist ausschlaggebend

Das bedeutet, dass wöchentlich gewechselt werden dürfte. Da greift nun aber Absatz sechs, in dem steht: „Werden mehr als vier Spieler oder mehr als zwei Ü23-Spieler eingesetzt, so gelten all diese Spieler als unberechtigt eingesetzt und bleiben Spieler des höheren Teams.“ Wenn also mehr als zwei der vier Spieler aus der Ersten zum 1. Juli des Jahres das 23. Lebensjahr vollendet haben, wären alle vier nicht spielberechtigt.

Übrigens: Das gilt auch, wenn mehrere Teams in der selben Liga spielen, wie in der Kreisliga A beim VfR 08 Oberhausen (Barisspor war hier vergangene Woche mit dem Einspruch erfolgreich). Die Teams müssen vor der Saison verbindlich festgelegt werden. Speziell wird es an den letzten Spieltagen. Ist ein Spieler der unteren Mannschaft zum Zeitpunkt des fünftletzten Punktspiels – nicht zwingend Spieltag – in der ersten Mannschaft eingesetzt, darf er nicht wieder in die Zweite wechseln. Ausgenommen sind Spieler der höheren Mannschaft, die beispielsweise durch eine Verletzung mindestens sechs Wochen vor dem viertletzten Punktspiel der unteren Mannschaft nicht mehr zum Einsatz gekommen sind. Damit verlieren sie ihren Status als Spieler der höheren Mannschaft. Ist ein Spieler also für die letzten fünf Spiele in der unteren Mannschaft sowie mögliche Entscheidungsspiele spielberechtigt, darf er zwischen der nächsthöheren Mannschaft wechseln. So geschehen beim Spiel Blau-Weiß Oberhausen II gegen VfR Oberhausen II: David Möllmann, Erik Link und Ümit Mutli spielten exakt eine Minute, ehe sie ausgewechselt wurden. Damit waren sie uneingeschränkt für beide Teams spielberechtigt.

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