Klaus Beckfeld – der Namenlose unter den Fußballstars

Auf diesem Bild ist Klaus Beckfeld (links) mit dem Engländer Chris Lawler im Wembley-Stadion zu sehen.
Auf diesem Bild ist Klaus Beckfeld (links) mit dem Engländer Chris Lawler im Wembley-Stadion zu sehen.
Foto: WAZ
Serie: Helden von gestern. Klaus Beckfeld war Teil der legendären Meistermannschaft des VfB Bottrop in der 2. Liga West. In der Folgespielzeit absolvierte er 37 Spiele für die Schwarz-Weißen und schoß neun Tore. Später sollte er für Fortuna Düsseldorf und Borussia Dortmund spielen.

An den 30. April 1959 kann sich Klaus Beckfeld noch gut erinnern. Damals führte der 15-Jährige die deutsche Schülernationalmannschaft ins alterwürdige Londoner Wembley-Stadion. Zwar verlor das Team um den gebürtigen Bottroper die Begegnung mit 0:2, trotzdem brannte sich der Tag von Wembley ins Gedächtnis des Mannes ein, der an der Bottroper Hünefeldstraße aufgewachsen war.

Zuvor hatte der VfBer bei einem Länderspiel in Chesterfield überzeugt. Die englische Presse überschüttete den jungen Spieler aus der Emscherstadt mit reichlich Lob. Trainiert wurde die Elf damals von Detmar Cramer. Auch an seinen stellvertretenden Kapitän aus der 59er-Mannschaft erinnert sich Klaus Beckfeld, dessen Vater als Schießmeister auf Prosper 3 anfuhr, noch heute gerne: Es war Wolfgang Overath, die Geißbock-Legende aus Köln.

Beim VfB Bottrop durchlief Klaus Beckfeld, der 1943 geboren wurde, alle Mannschaften. In der Saison 1962/63 war Beckfeld Teil der legendären Meistermannschaft des VfB in der 2. Liga West. In der Folgespielzeit absolvierte er 37 Spiele für die Schwarz-Weißen und schoß neun Tore. Große Hoffnungen setzte man in Bottrop damals auf das Mitwirken in der neugegründeten Bundesliga, doch der Verein wurde enttäuscht, der Sprung ins Oberhaus wurde nicht geschafft – der VfB musste in der neue Fußball-Regionalliga West antreten.

Viermal Fortuna, viermal BVB

Beckfeld zog es daher zu den Fortunen nach Düsseldorf, wo er viermal zum Einsatz kam. Dann zog es den Kicker aus der Emscherstadt zum VfR Mannheim. Hier konnte er seine Klasse beweisen und zog danach den Dress von Borussia Dortmund an, denn Beckfeld war Trainer Oswald Pfau an den Borsigplatz gefolgt.

„Ich war ein Namenloser unter den Stars wie Held und Emmerich,“ erinnert sich Beckfeld, der in seiner Borussenzeit während der Auswärtsspiele und Trainingslager das Zimmer mit Siggi Held teilte. „Ein Profi durch und durch“, resümiert Beckfeld.

Viermal durfte er das Trikot der Schwarz-Gelben tragen, dann zog es den 27-Jährigen nach Karlsruhe, wo er auf den aus Herne-Sodingen stammenden legendären Jupp Marx traf. Doch einer Verletzung kam das Aus für Beckfeld, der von 1971 bis 1975 den SV Neckar-Gerach coachte und mit diesem Team sogar Badischer Pokalsieger wurde. Danach trainierte der gebürtige Bottroper noch eine Zeit lang den VfB Eberbach, ehe er sich anderen Aufgaben widmete.

An seine Bottroper Zeit denkt Klaus Beckfeld gerne zurück, und mit Torwart-Legende Fred Bockholt hat er immer noch Kontakt. „Fred konnte ich damals überreden, für den VfB zu kicken“, schmunzelt der Ex-Kicker, der längst im Badischen heimisch geworden ist.

 
 

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