Großer Optimismus beim SV Vonderort

Zu selten waren die Vonderorter (schwarz) in der Hinrunde erfolgreich. Das soll sich nun mit den Verstärkungen ändern.
Zu selten waren die Vonderorter (schwarz) in der Hinrunde erfolgreich. Das soll sich nun mit den Verstärkungen ändern.
Foto: WAZ FotoPool
Der SV Vonderort blieb in der Hinrunde hinter den eigenen Erwartungen zurück. Zehn Zugänge sollen am Wienberg nun für Besserung sorgen, die Vorbereitung macht Mut.

Bottrop..  Es ist wieder einiges los am Vonderorter Wienberg. Und das liegt nicht alleine daran, dass der VfB Bottrop mit seinen drei Herrenteams dort vorübergehend seine Zelte aufschlägt, bis das Kunstrasenfeld auf dem Jahnplatz fertiggestellt ist. Auch der heimische SV Vonderort hat im Winter aufgerüstet. Zehn Zugänge wurden verpflichtet – mit ihnen soll die Abstiegsgefahr möglichst schnell gebannt werden.

Dabei werden Erinnerungen an das Vorjahr wach, denn auch in der vergangenen Spielzeit rüsteten die Vonderorter im Winter mächtig auf und legten so den Grundstein für den Klassenerhalt. Doch nachdem im Sommer Fahrudin Kovac den Trainerposten übernahm, standen die Wienberg-Löwen vor einem wiederholten Neuanfang. Schnell offenbarte sich, dass der Kader für den Abstiegskampf nicht breit genug aufgestellt war. So mutierte Kovac zur Allzweckwaffe. Der Altmeister rettete seine Löwen mit einem Ausgleichstreffer in letzter Sekunde nicht nur ein wichtiges Unentschieden, sondern hütete auch erfolgreich das Tor.

Mit 14 Punkten belegen die Vonderorter Tabellenplatz 14. Der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze beträgt fünf Zähler, doch mit Blick auf die Abstiegsregelung könnte der derzeitige Tabellenrang am Ende nicht reichen. Immerhin, der Kontakt zu den direkten Konkurrenten ist hergestellt.

Vorbereitung schürt Hoffnung

Ein Mutmacher für die Rückrunde war die Hallenstadtmeisterschaft. Dort stellten die Vonderorter unter Beweis, dass sie nicht nur Masse, sondern auch Klasse verpflichten konnten. Mit Dino Kovac, Sven Bugla, Batuhan Abaci, Evanor Mazzucco und Kai Nowak waren da bereit fünf Zugänge mit von der Partie. Nur knapp wurde die Zwischenrunde verpasst. Besonders Trainersohn Dino und Sven Bugla, der bereits zu Jugendzeiten unter Fahrudin Kovac trainierte, dürften das Offensivspiel der Vonderorter beleben. Denn gerade das lahmte in der Hinrunde zu häufig. Die Folge waren acht Unentschieden bei nur 24 Toren in 16 Spielen – zu wenig für den ursprünglich anvisierten Mittelfeldplatz. Eben jenen wollen die Vonderorter nun mit ihren Verstärkungen erreichen, um dann für die kommende Spielzeit zu planen.

„Wir wollen vom Start weg punkten, um so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller zu kommen“, betont Kovac, der auch mit der bisherigen Wintervorbereitung (drei Siege, ein Remis) zufrieden sein kann. „Mit 23 Leuten haben wir jetzt einen guten Kader, auch wenn es teilweise noch an der richtigen Einstellung im Training mangelt. Daran müssen wir noch arbeiten“, weiß Kovac, der von Manager Peter Raabe Bestnoten erhält: „Er macht hier einen guten Job und kann gerne langfristig am Wienberg arbeiten. Wir haben viele junge Spieler und mit denen wollen wir etwas aufbauen.“ Schließlich soll die Zeit der Neuanfänge in Vonderort endlich ein Ende haben.

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