Geschafft! Die Bottroper BG steigt in die Regionalliga auf

Mission erfüllt: Dana Kaufhold (l.) und Helena Lewczynska
Mission erfüllt: Dana Kaufhold (l.) und Helena Lewczynska
Foto: WAZ FotoPool
Sie hatten spielfrei, doch die Konkurrenz war auf den Feldern – und patzte. Damit ist der BBG der Meistertitel kaum noch zu nehmen, der Wiederaufstieg ist geschafft.

Bottrop.  Schläger und Schuhe blieben am Wochenende in der Sporttasche, eigentlich wollten die Oberligaspieler der Bottroper Badminton-Gemeinschaft einige Tage ohne das Spiel mit dem Federball einlegen. Doch der Blick auf die Tabelle am Sonntag ließ die guten Vorsätze vergessen. Am Ende kreisten die Gedanken doch nur um den Badminton-Sport. Das Ziel ist erreicht, der Wiederaufstieg ist gelungen. Der Konkurrenz sei Dank.

Die patzte nämlich. Verfolger BC Phönix Hövelhof unterlag am Samstag beim BV RW Wesel II mit 3:5 und kam am Sonntag beim BV Mülheim III nicht über ein 4:4 hinaus. Statt der möglichen vier gab es also nur einen Punkt und damit haben die Bottroper einen Vorsprung von zwei Zählern. Hövelhof hat allerdings nur noch ein Spiel und könnte punktemäßig höchstens gleichziehen – die BBG hat allerdings das bessere Spielverhältnis und noch zwei Spiele bis zum Saisonende. Ärgster Verfolger ist damit der BV Mülheim III, der aber ohnehin nicht aufsteigen kann, weil die Zweitvertretung bereits in der Regionalliga spielt. Die Mülheimer könnten höchstens noch Meister werden, haben aber ebenfalls zwei Zähler Rückstand auf die BBG und auch nur noch eine Partie zu spielen. Es kann also nichts mehr schiefgehen, selbst wenn die Bottroper ihre beiden noch folgenden Spiele verlieren sollten.

Das soll allerdings nicht geschehen, Spielertrainer Matthias Kuchenbecker will als verdienter Meister in die Regionalliga zurückkehren. „Dafür haben wir in den vergangenen Monaten einfach zu gut gespielt. Jetzt nachlassen ist das Letzte, was wir wollen“, sagt Kuchenbecker. „Wir haben zum zweiten Mal souverän den Aufstieg gepackt und selbst die eine oder andere brenzlige Situation durch personelle Ausfälle gemeistert. Das war eine gute Saison.“

Im vergangenen Jahr waren die Bottroper als Vorletzter aus der dritten Liga abgestiegen. Der Wiederaufstieg wurde allerdings sogleich als Ziel ausgegeben, selbst die englische Spitzenspielerin Helena Lewczynska schlug Angebote der Konkurrenz aus, um weiter mit den Bottropern ans Netz zu gehen.

Wie es personell weitergeht, steht allerdings nur zum Teil fest. Die Herren bleiben zusammen und werden wohl noch um einen Spieler ergänzt, doch bei der weiblichen Fraktion könnte es aus beruflichen und privaten Gründen durchaus die eine oder andere Veränderungen geben.

Doch das ist Zukunftsmusik, erst einmal feiern die Bottroper am Wochenende das Saisonende. Samstag geht es zum SC Münster 08 und am Sonntag steigt dann um 11 Uhr das letzte Spiel in der Berufsschulhalle gegen den BV RW Wesel II.

 
 

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