Euphorie macht sich bei der TSG Kirchhellen breit

Die Handballer der TSG Kirchhellen wollen auch am Samstag siegen.
Die Handballer der TSG Kirchhellen wollen auch am Samstag siegen.
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Nach drei Jahren Abstinenz winkt der TSG Kirchhellen die Rückkehr in die Bezirksliga. Am Samstag steigt das Topspiel. Trainer Michael Zawadzki im Interview.

Bottrop.  Über einen Zeitraum von zwei Jahren war die TSG Kirchhellen fast gänzlich von der Bildfläche verschwunden. 2013 stieg die TSG aus der Bezirksliga ab, nun winkt die Rückkehr. Im Interview mit der WAZ äußert sich Trainer Michael Zawadzki zur sportlichen Entwicklung seines Teams und zum bevorstehenden Topspiel am Samstag.

Michael Zawadzki, die letzten beiden Spielzeiten in der Kreisliga endeten mit enttäuschenden Platzierungen. Seit Sie aber im vergangenen Sommer übernommen haben, läuft es wie am Schnürchen. Wie erklären Sie sich den Aufschwung? Zawadzki: Zunächst sollte betont werden, dass der Aufschwung ein Erfolg des gesamten Teams ist. Wir kommen sehr gut miteinander klar und haben zusammen viel Spaß. Mein Vorgänger hatte keinen leichten Stand und musste mit einem dünneren Kader auskommen.

Wie konnten Sie die Spieler dafür begeistern, sich der TSG anzuschließen? Ich bin schon früher als Spieler für die TSG aufgelaufen. Danach haben sich die Wege zunächst getrennt. Allerdings kennen wir uns aus gemeinsamen Zeiten sehr gut und so fielen die Gespräche leicht.

Hatten Sie denn erwartet, dass Sie mit dem Team auf Anhieb um den Aufstieg mitspielen würden? Wohl kaum. Unser Ziel war, den Klassenerhalt schnellstmöglich klar zu machen und bestenfalls im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. Dass es aber so schnell so hoch hinaus ging, hat auch mich angenehm überrascht. Es spricht aber auch für die Leistung meiner Truppe.

Und diese ist durchaus mit guten Spielern gespickt. Wie werten Sie das Potenzial der Mannschaft? Das stimmt, wir haben gute Jungs in unseren Reihen. Die waren teils schon in der Landes- und Verbandsliga aktiv, dazu verzeichneten wir die Rückkehr einiger Verletzter. Das spielerische Potenzial ist durchaus vorhanden, dazu strahlt die gesamte Truppe stets eine ungeheure Ruhe aus. Das macht uns stark.

Nun steht für Sie und Ihr Team das lang ersehnte Topspiel gegen TB Oberhausen II an. Welche Chancen rechnen Sie sich da aus?
Natürlich brennen wir alle auf diese Partie, immerhin geht es für beide Teams um den Aufstieg. Wir wissen aber auch um die Schwere der Aufgabe, da wir durch die Hinspielpleite wohl mit mindestens fünf Toren Differenz gewinnen müssen, um an TBO vorbeizuziehen. Wir wollen den Heimvorteil aber nutzen und gehen selbstbewusst in dieses Spiel.

Und wenn es mit dem Sprung in die Bezirksliga nicht klappen sollte?
Dann wären wir zwar angesichts der verpassten Chance enttäuscht, allerdings dürfen wir grundsätzlich von einer erfolgreichen und zufriedenstellenden Saison sprechen. Wir verzeichnen im Verein, aber auch im ganzen Umfeld eine spürbare Euphorie. Das lässt mit Blick auf die Zukunft hoffen.

Gibt es denn bereits Planungen, was den Sommer betrifft?
Wir stehen mit einigen Akteuren in Gesprächen, dazu können wir bereits zwei Neuzugänge verzeichnen. Mit welchem Kader es im Endeffekt in die neue Spielzeit geht, bleibt aber noch abzuwarten.

Und was ist mit Ihnen?
Ich bleibe der TSG als Trainer erhalten. In der aktuellen Saison habe ich parallel noch ein zweites Team in Essen betreut. Mit der SG Altendorf/Ruhr ist in der Kreisliga bereits der Aufstieg geglückt. Das jetzt auch noch mit Kirchhellen zu schaffen, würde das Jahr vergolden.

Gab es für Sie angesichts der Doppelbelastung auch Stresssituationen?
Eigentlich kaum. Die Spiel- und Trainingstermine beider Teams ließen sich gut miteinander vereinbaren. Im vergangenen Jahr habe ich nur Altendorf betreut. Dann ist die TSG an mich herangetreten und hat sich erkundigt, ob ich verfügbar sei. Wir wurden uns einig und auch meine Frau hat für diese Saison zugestimmt. Künftig werde ich mich aber voll und ganz auf Kirchhellen konzentrieren, ganz gleich wie die Saison für uns endet. Und gefeiert wird am Samstag im Anschluss an das Spiel in jedem Fall.

 
 

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