Deutsche Elite geht im Bottroper Jahnstadion an den Start

Die Mischung aus NRW-Meisterschaft und international besetzten Galadisziplinen war im vergangenen Jahr ein großer Erfolg. Nun kommt es am Sonntag ab 11 Uhr zur Neuauflage.
Die Mischung aus NRW-Meisterschaft und international besetzten Galadisziplinen war im vergangenen Jahr ein großer Erfolg. Nun kommt es am Sonntag ab 11 Uhr zur Neuauflage.
Foto: WAZ FotoPool
Am Sonntag messen sich deutsche Hochkaräter und internationale Spitzenathleten im Jahnstadion. Die zweite Auflage hat noch mehr „Gala-Disziplinen“.

Bottrop..  Das Jahnstadion wurde in den jüngsten Tagen noch einmal herausgeputzt. Die neue Stabhochsprunganlage wartet auf ihren Einsatz und sämtliche Schäden der Tartanbahn wurden im Laufe der Woche geflickt. Auch der Rasen macht einen guten Eindruck. Alles ist vorbereitet – die NRW-Gala kann kommen!

Auftritt der Deutschen Meister

Am morgigen Sonntag geben sich dann nicht nur die besten Leichtathleten NRWs die Ehre. Für die zweite Auflage der Veranstaltung wurden die „Gala-Disziplinen“ im Vergleich zur Premiere von drei auf fünf aufgestockt. Zumindest offiziell, denn mittlerweile gehen nicht nur beim Weitsprung (Männer und Frauen), 1500 Meter der Männer und Dreisprung, Speerwurf der Frauen deutsche Stars und internationale Hochkaräter an den Start. Durch die clevere Terminwahl treten viele Sportler in Bottrop an, die nicht für die Team-EM im russischen Tscheboxari nominiert wurden und einen alternativen Wettkampf suchen. So kann man sich auf die Deutschen Meister Tobias Scherbarth (Stabhochsprung), Linda Stahl (Speer), Lena Malkus (U23-Weitsprung, derzeit viertbeste Springerin der Welt) und Matthias Bühler (110 m Hürden) freuen.

Mit Verena Sailer sprintet eine Ex-Europameisterin über 100 Meter, mit Katja Demut geht eine deutsche Dreisprunglegende an die Grube. Langeweile wird es nicht geben: Im Speerwurf wird Linda Stahl Konkurrenz von ihrer Leverkusener Teamkameradin Katharina Molitor bekommen. Weitspringerin Lena Malkus muss sich gegen die starke Ukrainerin Anna Yermakova durchsetzen. Über die 1500 Meter gehen der starke Pole Artur Ostrowski und der Äthiopier Zubene Alemayehu an den Start.

Sonderlob für Bottrop

Doch selbst damit ist die Qualität der Sportler noch nicht ausgeschöpft. Athleten aus 13 Nationen von vier Kontinenten sind unter den 649 Teilnehmern. „Bis zur Nominierung für die Team-EM war es recht zäh mit der Meldung von Spitzenathleten, doch dann setzte ein Dominoeffekt ein und plötzlich haben wir zehn stark besetzte Disziplinen mit Gala-Charakter“, berichtet Athleten-Manager Marc Osenberg. Zugegeben: Skeptisch waren sie allesamt beim letztjährigen Auftakt der Veranstaltung. Kann eine Mischung aus NRW-Meisterschaft und international besetztem Meeting wirklich funktionieren? Ja, sie tat es.

„Die Premiere hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt heute auch Franz Josef Probst, Präsident des ausrichtenden Leichtathletikverbandes Nordrhein. „Bottrop ist eine Leichtathletikstadt, hier wird sich für unseren Sport eingesetzt. Nun bleibt Zuschauern und Athleten nur eines zu wünschen: Gutes Wetter – möglichst auch noch ohne Gegenwind.“

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