Der VfB siegt und ist der Ziellinie ganz nah

Birgitt Schuknecht/Sebastian Goretzki
VfB Bottrop (schwarz) gegen Viktoria Buchholz.
VfB Bottrop (schwarz) gegen Viktoria Buchholz.
Foto: WAZ FotoPool
Während der VfB Bottrop auf souveräne Art einen „Big Point“ landete, reichte es für den SV Rhenania nach zwischenzeitlichem Rückstand noch zu einem Punkt gegen die Spvgg. Sterkrade-Nord. Trainer Oliver Dirr war mit der Einstellung seiner Jungs zufrieden.

VfB Bottrop – Viktoria Buchholz 4:0 (3:0): Zwei Doppelpacks bringen drei immens wichtige Zähler für den VfB Bottrop, der nun dem Ziel Klassenerhalt ganz nah ist. „Wir haben heute sehr gut gespielt, die Mannschaft hat alle Vorgaben nahezu perfekt umgesetzt“, war VfB-Trainer Mevlüt Ata erfreut über das Auftreten seines Teams.

In der Tat zeigten die Schwarz-Weißen von Beginn an, dass die Zähler im Jahnstadion bleiben sollten. Und so setzte Burak Öktem in der 16. Minute ein Ausrufezeichen, als er eine Flanke von Marvin Höner per Volleyschuss unter die Latte der Gäste nagelte – 1:0. Und auch im Anschluss spielte fast ausschließlich der VfB, zeigte sich sehr präsent in den Zweikämpfen und brandgefährlich in der Offensive. So konnte Samet Sadiklar in der 25. Minute nur per Notbremse vom Torwart gestoppt werden, den fälligen Strafstoß verwandelte wiederum Öktem. Als der VfB dann auch noch durch Samet Sadiklar auf 3:0 erhöhte (31.), war die Partie so gut wie entschieden.

Die Gastgeber konnten in der zweiten Halbzeit einen Gang zurückschalten. „Es war klar, dass wir Kontergelegenheiten erhalten würden“, so Ata zu der Taktikumstellung. Eine davon wurde schließlich verwertet, als erneut Sadiklar nach klugem Zuspiel von Öktem zum 4:0-Endstand einschob (76.). „Jetzt können wir mal ein wenig entspannen, am Donnerstag geht es dann weiter“, so Ata. Dann gastiert Schonnebeck im Jahnstadion.

SV Rhenania – Spvgg. Sterkrade-Nord 1:1 (0:0): Die Zuschauer Im Blankenfeld erlebten eine zu jeder Zeit spannende Partie. Der kämpferische Einsatz stimmte, der Unterhaltungswert ebenfalls, auch wenn dem einen oder anderen Fußballästheten vielleicht die spielerischen Schmankerl etwas zu dürftig serviert wurden. „Es war das erwartete Kampfspiel“, meinte Rhenanias Trainer Oliver Dirr, „mit vielen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Das 1:1 ist hochverdient für beide Teams.“

Schon in der ersten Halbzeit war das Chancenverhältnis ausgeglichen; dabei rettete für die Gäste zwei Mal das Aluminium. Vier Minuten nach dem Seitenwechsel hatte der Rhenanenanhang den kollektiven Torschrei schon auf den Lippen, doch Pascal Pfeifer scheiterte freistehend aus vier Metern vor dem gegnerischen Tor. Im direkten Gegenzug gelang Nord der Führungstreffer: Timm Wüsten köpfte den Ball über die Linie. Dirr reagierte, verordnete seiner Mannschaft eine offensivere Ausrichtung. In der 63. Minute steuerte Wale Afees Arogundade nach einem Sprint aus der eigenen Hälfte auf Sterkrades Tor zu, wurde jedoch am Trikot zu Boden gezogen. Der folgende Freistoß brachte den Rhenanen allerdings nichts ein. Erfolgreicher war die Flanke von Manuel Ephan von der linken Seite, die Pfeifer zum Ausgleich verwertete (70.). Nur zwei Minuten später lenkte der Oberhausener Keeper einen Freistoß von Kevin Wenderdel Zentimeter über die Latte. „Ein Punkt nach einem 0:1, das geht in Ordnung“, meinte Dirr.