Der VfB Bottrop verliert 0:2 und tritt weiter auf der Stelle

0:2 verlor der VfB Bottrop.
0:2 verlor der VfB Bottrop.
Foto: WAZ FotoPool
Der PSV Wesel-Lackhausen konnte durch einen 2:0-Auswärtssieg beim VfB drei immens wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg aus dem Jahnstadion entführen. Besser waren die Gäste keinesfalls, obwohl sie als Oberliga-Absteiger automatisch mit einigem Respekt behandelt wurden.

Bottrop. Will man die Zusammenfassung eines Meisterschaftsspiels des VfB Bottrop lesen, kann man eigentlich auch die vorangegangenen Spieltags-Berichte betrachten. Die Bottroper sind stets engagiert, sie sind nicht selten gar die spielbestimmende Mannschaft, und doch verlassen sie meist mit gesenkten Häuptern das Spielfeld. Und täglich grüßt das Murmeltier.

Unglückliche Entscheidungen

So auch an diesem Sonntag, als der PSV Wesel-Lackhausen durch einen 0:2-Auswärtssieg beim VfB drei immens wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg aus dem Jahnstadion entführen konnte. Besser waren die Gäste keinesfalls, obwohl sie als Oberliga-Absteiger automatisch mit einigem Respekt behandelt werden. Ausschlaggebend war erneut die Effektivität vor dem Tor, auch wenn in diesem Spiel der Unparteiische aus VfB-Perspektive nicht das allerglücklichste Händchen bewies. „Hätte er uns am Anfang nach einem klaren Foulspiel einen absolut berechtigten Elfmeter gegeben, hätten wir mit großer Sicherheit ein anderes Spiel erlebt“, befand VfB-Trainer Mevlüt Ata. Fabian Blanik wurde bereits nach wenigen Minuten im Strafraum der Gäste mit unerlaubten Mitteln gestoppt, der fällige Pfiff blieb jedoch aus.

So blieb dem VfB die Sicherheit einer möglichen Führung verwehrt. Die Gastgeber bemühten sich redlich, oft jedoch fehlte die Präzision im entscheidenden Pass. Dafür schalteten die Weseler in einer ihrer raren Offensivaktionen schnell, als sich Hassan Hamzaoglu durchtankte und zum 1:0 des PSV traf (21.).

Nur sechs Minuten später traf der Schiedsrichter eine weitere folgenschwere Entscheidung, als er Burak Öktem die Rote Karte zeigte. Der soll eine vermeintliche Tätigkeit des Mittelfeldspielers vorausgegangen sein, der jedoch seinerseits zuvor gefoult wurde. „Ich habe da kein Nachtreten gesehen, Burak wurde festgehalten und wollte sich befreien“, beschreibt Ata die Situation. Dass die Gäste die Überzahl in der 39. Minute zur 2:0-Führung – wiederum durch Hamzaoglu – nutzten und nur eine Minute später für eine Slapstick-Einlage sorgten, als der Ball nach einem Schuss vom linken an den rechten Pfosten und von dort aus wieder ins Feld prallte, ist die traurige Pointe des VfB-Spiels.

Zwar bissen die Gastgeber weiter, waren auch im zweiten Abschnitt spielbestimmend und hätten durch Möglichkeiten von Mohamed Bouterfas (51.) und Ibrahim Akkaya (70.) zum verdienten Anschlusstreffer kommen können, doch das Pech blieb der Ata-Elf hold, vorne stand nach 90 Minuten erneut die Null. Zudem wird dem VfB neben Öktem auch Kevin Wagener durch seine fünfte Gelbe Karte im nächsten Spiel gesperrt fehlen. Es geht zum Spitzenreiter nach Schonnebeck.

 
 

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