Der SV Fortuna Bottrop ist eine beliebte Adresse

Jubeltrauben wie diese sollen beim SV Fortuna zur Gewohnheit werden.Mit einem 30 Mann starken Kader geht es ab 7. Juli in die Vorbereitung.
Jubeltrauben wie diese sollen beim SV Fortuna zur Gewohnheit werden.Mit einem 30 Mann starken Kader geht es ab 7. Juli in die Vorbereitung.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Der SV Fortuna bereitet sich auf die neue Saison vor. Jeffry Tatuhey und Jan Nowakowski sind weitere Zugänge. Trainingsbeginn: 7. Juli.

Bottrop..  Die Platzanlage an der Rheinbabenstraße ist rappelvoll, beim Training tummeln sich Dutzende Kinder und Jugendliche. Im Vereinsheim herrscht Hochbetrieb. „Im Geschäftszimmer haben wir mehr Ruhe“, meint Fortuna-Trainer Marco Hoffmann. Denkste! Immer wieder klopfen andere Vereinsmitglieder, um ihn zu begrüßen. Hoffman und sein Co-Trainer Sascha Wisniowski schmunzeln: „So ist eben Fortuna, ganz und gar familiär.“

Sie sagen es mit hörbarem Stolz. Auch wenn es mal turbulent zugeht, dieser Trubel ist willkommen im Fußballklub: reger Betrieb auf der Anlage, viele engagierte Menschen, die hohe Aufmerksamkeit, die dem Verein von vielen Seiten entgegengebracht wird. Allen voran dem Bezirksligateam und nicht zuletzt von Spielern anderer Klubs.

„Wir werden positiv wahrgenommen. Durch die Berichterstattung in den Printmedien, durch die Homepage und die sozialen Medien. Wir sind interessant für viele Spieler geworden, das bestätigt uns in unserer Arbeit“, erläutert Hoffmann. Und es schafft zusätzliche Möglichkeiten und Potenziale für den nächsten Entwicklungsschritt. Die erste Mannschaft der Fortuna wird ab dem 7. Juli mit einem 30 Mann starken Kader in die Vorbereitung gehen.

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga vor zwei Jahren überstanden die Bottroper die Reform-Spielzeiten mit erhöhter Absteigerzahl mit Bravour, steckten trotz aller gegenteiligen Prognosen und „Expertenmeinungen“ zu keinem Zeitpunkt in Bedrängnis. Einziger Wermutstropfen: Schon früh war der Abstieg nur noch theoretisch möglich, doch die erhoffte Kür blieb aus. „Wir zeigen zuletzt nicht unsere beste Seite“, musste die sportliche Leitung feststellen. Erst im letzten Spiel erkannten die Fans „ihre Fortuna“ wieder.

Die Eindrücke aus dieser Durststrecke, die Verletzungsprobleme, das Wissen, dass die Bezirksligen nach der Reform stärker besetzt sein werden – all das floss in die Planungen für 2015/2016 ein. „Wir müssen neue Reize setzen. Gibt es einen Umbruch? Nein! Aber wenn wir Ausfälle auffangen wollen, braucht es den größeren Kader.“

Die Gespräche mit den eigenen Spielern liefen erfolgreich. Nur Kagan Cömez verlässt den Klub, Benedikt Kracke geht zu den Alten Herren. Dem stehen etliche Zugänge gegenüber.

Die Neuen auf Rheinbaben

Von Arminia Klosterhardts Reserve wechseln Marius Dyballa und Maurice Schmidt zu den Rheinbaben. Kevin Dämmer spielte zuletzt für die U19 des Lokalrivalen Rhenania. Philip Schürheck (Bayer Dormagen) verschlägt es beruflich nach Bottrop. Jeffry Tatuhey wechselt vom BVH Dorsten nach Bottrop, mit Jan Nowakowski (SV RW Hockstein) konnte die Fortuna einen weiteren Keeper verpflichten. Matthias Beckfeld kehrt aus Schottland zurück, Chris Isaias ist nach seinem Wechsel im Winter spielberechtigt, aus der eigenen Jugend wollen es Florian Otto und Oliver Koczy in die Erste schaffen.

„Es ist Wahnsinn, wenn Spieler, die auch von anderen Vereinen umworben werden, sich dann doch für die Fortuna entscheiden“, erklären Hoffmann und Wisniowski – und freuen sich über Benjamin Tappen als Torwarttrainer und Thomas Zappel als weiteren Betreuer.

Wieder klopft es an der Bürotür: „Störe ich?“ Hoffmann schüttelt den Kopf: „Komm rein, du bist erst der 27. heute.“ Fortunas Familie wächst, auch in Zukunft wird es auf Rheinbaben lebendig zugehen.

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