Der Anstoß zu den Bottroper Titelkämpfen

Heute Abend geht’s los: Auch die Spieler des VfR Ebel blicken dem Turnierstart gespannt entgegen.
Heute Abend geht’s los: Auch die Spieler des VfR Ebel blicken dem Turnierstart gespannt entgegen.
Foto: FUNKE Foto Services
Es geht los: Am Freitagabend geht es in der ersten Vorrundengruppe bei der Hallen-Stadtmeisterschaft zur Sache. Bis Sonntag wird in der Renz-Halle gespielt.

Bottrop..  Er scheint im Besitz einer Erfolgsformel zu sein. Seitdem Mevlüt Ata den VfB Bottrop trainiert, erreichte er mit wechselnder Kaderbesetzung die Endspiele um die Bottroper Hallen-Stadtmeisterschaften, nur in seinem Premierenjahr gab es eine Finalniederlage gegen den VfR Ebel. 2015 streben die Schwarz-Weißen nun den dritten Titelerfolg in Serie an. Und nach dem dritten Platz beim hochkarätig besetzten Portas-Cup und dem letztwöchigen Triumph beim Jürgen-Weber-Gedächtnispokal würden viele Fußballfans darauf setzen, dass der Stauderpokal für ein weiteres Jahr im Besitz des ranghöchsten Bottroper Klubs bleibt.

Doch es ist nicht zuletzt die Hoffnung auf faustdicke Überraschungen, die für volle Tribünen in der Dieter-Renz-Halle sorgen wird. Regelmäßig konnte die erste sportliche Großveranstaltung des Jahres Besucherrekorde verbuchen. So halten die Macher des Turniers, die Sparte Fußball, an „ihrer“ Erfolgsformel fest: „Futsal, nein danke – wir spielen weiter Hallenfußball, Rundumbande inklusive!“ 19 Vereine schicken ihre Teams in die zweitägige Vorrunde, am Sonntag steigen Zwischen- und Endrunde.

Gruppe A

Zum Auftakt des Hallenspektakels treffen am heutigen Freitag der SV Rhenania Bottrop und der VfB Kirchhellen aufeinander. Die beiden Trainer, Oliver Dirr und Christian Gabmaier, geben das Weiterkommen als Ziel aus, winken aber ab, wenn es um die Übernahme einer ausgesprochenen Favoritenrolle geht. „Wir haben uns beim Jürgen-Weber-Cup etwas blamiert“, gibt Dirr zu. „Aber ich habe alle spielen lassen, für die Stadtmeisterschaft suche ich die acht Besten raus.“ Mit einem „ganz jungen Team“ wird der VfB, der im vergangenen Jahr mit seiner Finalteilnahme Aufsehen erregte, ins Rennen gehen. „Wir hatten einige Abgänge, außerdem fehlen mir Spieler, die im Urlaub sind“, verrät Gabmaier.

Die Sportfreunde 08/21 Bottrop lagen bei ihrem eigenen Hallenturnier zunächst gut im Rennen, vom zweiten Tag war Trainer Matthias Pech aber weniger angetan. Dennoch hat das Team das Potenzial, sich bei seinen ersten Stadtmeisterschaften für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Die Gruppe A wird komplettiert durch zwei Traditionsvereine, die Erfolge in der Halle liegen für Blau-Weiß Fuhlenbrock und den SV Vonderort aber schon einige Jahre zurück. 2014 scheiterten die Blau-Weißen von Andre Hülsmann als Dritter in der Vorrunde; Vonderort musste sich mit dem vorletzten Gruppenplatz begnügen.

Gruppe B

„Wir sind Stadtmeister und haben in der Halle zuletzt gute Leistungen gezeigt“, fasst VfB-Trainer Mevlüt Ata zusammen, „dementsprechend mutig wollen wir jetzt auftreten und den Titel verteidigen.“

Geradezu angefressen war derweil Taner Kaplangiray vom enttäuschenden Abschneiden beim letztwöchigen Turnier der Sportfreunde 08/21. Als Gruppenerster ging Barisspor in die Rückrunde – und holte dann nur noch einen Punkt. „Ich weiß nicht, woran es lag, ob die Jungs vielleicht geglaubt haben, es läuft alles von selbst, ohne für den Erfolg arbeiten zu müssen. Diese Einstellung wird es bei der Stadtmeisterschaft nicht geben.“

Gespannt darf man auf den Auftritt des Hobbyligisten sein. Im Vorjahr blieb die Auswahl ohne Punktgewinn, doch der begeisternde Auftritt der Sportschlümpfe 76 von 2013 ist vielen noch in Erinnerung. Die Welheimer Löwen wollen erneut unter die besten Acht. Doch die Generalprobe lief für das Team von Trainer Thomas Ochojski nicht rund. Beim Jürgen-Weber-Cup konnten die Löwen nicht einen Punkt ergattern. Der Außenseiter der Gruppe, SSV 51, der von Marco Roß gecoacht wird, lauert auf Schwächephasen der Gegner.

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