Christian Rudolph verteidigt seinen DM-Titel

Christian Rudolph von der Bottroper Billard-Akademi verteidigte in Bad Wildungen seinen Titel als Deutscher Meister. Im Finale setzte er sich gegen Stefan Dirks durch.
Christian Rudolph von der Bottroper Billard-Akademi verteidigte in Bad Wildungen seinen Titel als Deutscher Meister. Im Finale setzte er sich gegen Stefan Dirks durch.
Foto: Winfried Labus / FotoPool

Christian Rudolph hat seinen Titel bei den Deutschen Meisterschaften im Dreiband verteidigt. Der Spieler der Bottroper Billard-Akademie setzte sich am Sonntag im Finale gegen Stefan Dirks vom BSV Velbert durch. Rudolph erreichte nach durchwachsenen Leistungen in den Gruppenspielen rechtzeitig seine Topform und zeigte starke Vorstellungen in der K.O.-Runde. Im Finale hatte der 50-Jährige dann aber nicht nur mit einem Überraschungsgegner, sondern auch mit muskulären Problemen zu kämpfen.

Für Rudolph war der Erfolg in Bad Wildungen bereits der elfte Deutsche Meister-Titel in seiner Karriere. Das schmälerte die Freude bei der Siegerehrung aber nicht. Im Gegenteil: „Eine Deutsche Meisterschaft zu gewinnen, ist immer etwas ganz Besonderes. Was mich aber noch mehr freut, ist, dass ich richtig gut gespielt habe“, erklärte Rudolph, der in den vergangenen Wochen nur ganz selten zu seiner Form gefunden und für seine Verhältnisse ungewöhnlich viele Spiele verloren hatte. Rudolph wertete die nationalen Titelkämpfe auch als willkommene Standortbestimmung für die Weltmeisterschaften, die zwischen dem 1. und 4. Dezember im französischen Bordeaux ausgetragen werden: „Ich habe gemerkt, dass ich wieder Ausstrahlung habe, dass es läuft.“

Als Gruppensieger ins Viertelfinale

Rudolph war am Freitag mit durchwachsenen Leistungen in die Vorrunde gestartet. Der Bottroper gewann zwar alle drei Gruppenspiele sicher, hatte aber insbesondere in seinem ersten Spiel gegen Edgar Bettzieche vom BC Fuhlenbrock zu kämpfen. In Spiel zwei gegen Markus Schönhoff (1. BC Magdeburg) und in Spiel drei gegen Roman Bachmaier (BC Regensburg) lief Rudolph dann langsam zur Topform auf. Gegen Schönhoff setzte er sich mit 30:27 und einem Durchschnitt von 1,578 durch, gegen Bachmaier erreichte er einen Schnitt von 1,875 (30:13).

Als Gruppensieger stellte sich Rudolph dann den K.O.-Spielen. Im Viertelfinale besiegte er Norbert Roestel (BC International) sicher mit 40:16 (1,481), auch im Halbfinale war er nicht zu bremsen. Gegen den Vorjahresfinalisten Andreas Niehaus (BG Coesfeld) kam er zu einem 40:24-Erfolg mit einem überzeugenden Schnitt von 1,904 Punkten pro Aufnahme.

Doch der steigenden Formkurve von Rudolph setzten muskuläre Verspannungen ein Ende. „Ich habe schon vor dem Finale gespürt, dass es Probleme geben wird“, erklärte Rudolph. Im Finale stand ihm Stefan Dirks (BSV Velbert) gegenüber, der sich in den K.O.-Spielen zuvor überraschend gegen Markus Schönhoff unf Uwe Kerls durchgesetzt hatte. Rudolph nahm den Kampf an. In 38 Aufnahmen konnte Kerls seinen ersten Matchball nicht nutzen. Rudolph, der sich zuvor mit vielen schwierigen Positionen konfrontiert sah, konterte mit vier Punkten in Serie und holte sich den Sieg (40:39).

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