Bitter: Wieder nur Zweiter

VfB Bottrop (gestreift) gegen Sterkrade Nord.
VfB Bottrop (gestreift) gegen Sterkrade Nord.
Foto: WAZ FotoPool
Wieder nur Zweiter. Bei den Hallen-Kreismeisterschaften scheiterten die Batenbrocker Ruhrpott Kicker erneut im Finale. Diesmal ging es ins Neunmeterschießen gegen RSV/GA Klosterhardt . Für Blau-Weiß Fuhlenbrock reicht es im „kleinen Finale“ nicht zum Sieg.

Bottrop.  Aller guten Dinge sind drei – darauf wird die Frauenmannschaft der Batenbrocker Ruhrpott Kicker fürs kommende Jahr hoffen, denn wie im Vorjahr mussten die Bottroperinnen dem Team vom RSV/GA Klosterhardt bei der Übergabe des Pokals für die Hallen-Kreismeisterschaft den Vortritt lassen. 2012 setzte sich der Niederrheinligist knapp mit 2:1 durch, am Samstag in der Willy-Jürissen-Halle war die Entscheidung noch enger. Erst im Neunmeterschießen, nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit, setzten sich die Oberhausenerinnen mit 3:2 durch. Bitter!

Ärger über vergebene Großchance

Zwar konnte BRK-Keeperin Kristina Kirscht, die in der Regel für das Toreschießen zuständig ist, zwei Schüsse der RSV-Spielerinnen entschärfen, doch bei den Batenbrockerinnen standen drei Fehlversuche zu Buche. Während beim alten und neuen Titelträger Jubeltänze zelebriert wurden, ging der einen oder anderen Bottroperin die Schlüsselszene aus der sechsten Spielminute des Finals durch den Kopf. Klosterhardts Torfrau lenkte einen fulminanten Schuss von Stefanie Bartoszek mit einem bemerkenswerten Reflex zur Ecke.

„Natürlich ist die Enttäuschung sehr groß“, befand BRK-Trainer Stefan Schulz, „besonders, wenn man an unsere große Chance in der regulären Spielzeit denkt. Wir wären gerne mit dem großen Pokal zu unserer Weihnachtsparty im Vereinsheim gefahren.“

Nicht nur die Finalistinnen aus Bottrop boten guten Fußball. VfR Ebel und Rot-Weiß Fuhlenbrock mussten mit jeweils einem Punkt auf der Habenseite nach der Vorrunde die Segel streichen. Insbesondere Ebel konnte seine Begegnungen aber sehr offen gestalten. Groß war der Jubel über die Viertelfinalqualifikation natürlich bei dem in dieser Saison neu gegründeten Frauenteam des VfB Bottrop.

Auch gegen Blau-Weiß Fuhlenbrock leisteten die VfB-Spielerinnen einigen Widerstand und trotzten dem Favoriten trotz frühen Rückstands durch den Treffer von Alina Salmon und weiterer guter Möglichkeiten für die Fuhlenbrockerinnen ein 1:1 ab. Katharina Wittstamm erzielte den Ausgleich. Im Neunmeterschießen hatte die Blau-Weißen die Nase mit 4:2 vorne. Weniger Mühe hatten die Ruhrpott Kicker, die sich durch ein 2:0 (Asli Acar, Stefanie Bartoszek) gegen Glück-auf Sterkrade für das Halbfinale qualifizierten.

Hier lieferten sich die Fuhlenbrockerinnen mit dem RSV Klosterhardt ein Duell auf Augenhöhe. Nach einer hervorragenden Chance für Isabella Teichmann, deren Schuss knapp am gegnerischen Tor vorbeistrich, markierte der Niederrheinligist den einzigen Treffer des Spiels. Auch der zweite Finalist musste sich durchbeißen. Das sehr engagiert spielende Kreisligateam von Sterkrade Nord ging gegen die Ruhrpott Kicker sogar in Führung. Kirschts Rettungsaktion weit vor dem eigenen Tor führte fast zum Ausgleich, doch ihren Befreiungsschlag stupste Nords Keeperin mit den Fingerspitzen über die Latte. Jubeln durften die Bottroperinnen doch noch: Gülsa Bügday erzielte das 1:1 und beim 4:1 im Neunmeterschießen bewies das BRK-Team Nervenstärke.

BWF verliert das „kleine Finale“

Auch das kleine Finale fand keinen Sieger in der regulären Spielzeit, trotz guter Chancen auf beiden Seiten. So konnte sich Johanna Schmidt im Fuhlenbrocker Tor Sekunden vor dem Abpfiff mit einer Fußabwehr auszeichnen. Sterkrade Nord hatte im anschließenden Neunmeterschießen die Nase vorne. Enttäuscht war Mirsada Hoffmann, Trainerin der Blau-Weißen, dennoch nicht. „Wir hatten viel Spaß, alle Spielerinnen kamen zum Einsatz und es war toll, dass viele aus unserer Zweiten uns lautstark unterstützt haben.“

Dietmar Henze, Geschäftsführer im Kreisvorstand, lobte die große Fairness der Mannschaften. „Keine Karte, nicht mal eine Zeitstrafe mussten wir verhängen.“ Dietmar Siegemund, Kassierer im Kreisvorstand, war ebenfalls rundum zufrieden mit der Veranstaltung. „Wir haben schöne und sportlich faire Spiele gesehen. Auch die Organisation klappte reibungslos.“

 
 

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