Zum Abschied nach Potsdam

Noch einmal gemeinsam spielen und feiern, dann trennen sich die Wege der Bochumer Spielerinnen.
Noch einmal gemeinsam spielen und feiern, dann trennen sich die Wege der Bochumer Spielerinnen.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Und schon wieder ist es an der Zeit Abschied zu nehmen. Nach der U23 absolvieren die Zweitliga-Frauen des VfL Bochum ihr letztes Spiel - in Potsdam.

Und schon wieder ist es an der Zeit Abschied zu nehmen. Am gestrigen Donnerstag ging die lange Geschichte der U23 in Verl zu Ende, am Pfingstmontag treten die Zweitliga-Frauen des VfL Bochum letzmals an - bei der Reserve des 1. FFC Turbine Potsdam.

Aus diesem Anlass reist die komplette Bochumer Mannschaft, ausgenommen die jungen Spielerinnen Anna-Lena Scholte und Anna Maiwald, bereits am Sonntag nach Berlin, schaut sich die Stadt an und genießt noch einmal den Zusammenhalt, der sie auch immer wieder auf dem Rasen ausgezeichnet hat. Wenn dann einen Tag später der Ball rollen wird, weiß Koordinator Willi Wernick jetzt schon, „wird es schwierig“. Nicht nur weil die Turbinen als Tabellendritter über reichlich Qualität verfügen, sondern vor allem wegen der Wehmut, die über diesem Ereignis liegen wird. Dennoch, so Wernick, wolle man sich „noch einmal gut präsentieren“, bevor sich die Wege der Spielerinnen trennen.

Mal vom Standpunkt der Ehre abgesehen, ist diese Partie sportlich ziemlich bedeutungslos. Den siebten Tabellenplatz kann der VfL Bochum auch im Falle einer Niederlage nicht mehr verlieren, der Mittelfeldplatz ist gesichert, der Klassenerhalt war schon relativ früh unter Dach und Fach. Umso mehr tut ja der von der VfL-Führung erzwungene Rückzug weh.

Verschwinden aus dem Weichbild des Klubs werden die Frauen indes nicht. Willi Wernick und Regina Müller wollen, nach einer Phase der Enttäuschung und Unsicherheit, nun doch an Bord bleiben. „Ich denke, dass wir weitermachen werden“, sagt Wernick, der sich natürlich auch schon mit der Zukunft befasst hat. Von zwei leistungstarken Mannschaften spricht der Koordinator.

Das neue Trainergespann Andreas Billetter und voraussichtlich Nadine Kraus wird sich dann mit dem Regionalligateam als neuem Flaggschiff des Klubs befassen. Vier Spielerinnen aus der Zweitligamannschaft haben sich bislang zum VfL bekannt, werden also auch eine Klasse tiefer für Bochum gegen den Ball treten. Und Wernick glaubt, dass es am Ende „noch ein paar mehr werden“, die bleiben. Denn es fehlen in Westfalen schlicht die Alternativen.

Auch mindestens sechs Spielerinnen der aktuellen Regionalligamannschaft haben schon ihre Bereitschaft signalisiert, das VfL-Trikot weiterhin zu tragen, so dass sich jetzt bereits eine konkurrenzfähige Mannschaft abzeichnet. Ganz wichtig aber, so Wernick, sei für ihn der Klassenerhalt des U17-Bundesligateams gewesen. Diese Mädchen seien nun einmal die Zukunft.

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