Winkel sichert Wiemelhausen Arbeitssieg in Weitmar

Trainer Jürgen Heipertz verfolgt das Duell zwischen Ibrahim El-Lahib und Rene Löhr
Trainer Jürgen Heipertz verfolgt das Duell zwischen Ibrahim El-Lahib und Rene Löhr
Foto: FUNKE Foto Services
Concordia Wiemelhausen hat das Fußball-Landesliga-Derby in Weitmar 2:0 gewonnen. Linden spielte 1:1, Günnigfeld verlor 2:4 in Lünen.

SC Weitmar 45 -
Concordia Wiemelhausen 0:2 (0:0)

SC Weitmar 45: Witt - Heidari, Feistner, Hubert, Kleine Rumberg - Siebrecht, Vitt (67. Jansen) - Sterkau (77. Schmidt), Sahklmen, Knezovic (85. Findeisen) - El Lahib.

Concordia Wiemelhausen: Klüppel - Falatik, Schmidt, Freitag, Leone - Löhr, Impellizzeri (67. Wartala) - Costanzino (55. Drzymalla), Vogel (67. M. Schreier), Winkel - Kleinschwärzer.

Tore: 0:1 R. Löhr (62., 11m), 0:2 Winkel (71.).

Bes. Vorkommnis: Kleinschwärzer (Wiemelhausen) scheitert mit Foulelfmeter an Witt (80.).

„Bei uns geht so ein Ball halt nur an den Pfosten!“, ärgerte sich Weitmars Trainer Axel Sundermann nach dem Schlusspfiff und dachte dabei an die 59. Spielminute. Ibrahim El-Lahib sah, dass Wiemelhausens Schlussmann Falk Klüppel etwas zu weit vor seinem Tor postiert war und zog von der Mittellinie einfach mal ab. Der Ball fand zwar seinen Weg über den Schlussmann, prallte anschließend aber vom Pfosten zurück ins Spielfeld. Keine 120 Sekunden später wurde Ivo Kleinschwärzer im Strafraum zu Fall gebracht und es gab Strafstoß auf der anderen Seite.

„Klarer Elfmeter“, gab es für Wiemelhausens Trainer Jürgen Heipertz keine Zweifel an der Berechtigung des Schiedsrichterpfiffs. Rene Löhr trat an und verwandelte sicher vom Punkt - 0:1. Die Gastgeber rannten nun wütend an, aber neun Minuten später war die Begegnung entschieden. Leo Winkel nutzte einen verunglückten Abschlag von 45-Keeper Malik Witt zum entscheidenden 0:2. Kurz darauf gab es nach vermeintlichem Foulspiel von Witt an Patrick Drzymalla erneut Strafstoß für die Gäste. Diesmal konnte der SCW-Keeper gegen Torjäger Kleinschwärzer jedoch parieren.

„Es war klar, dass es für uns hier keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt“, berichtete Heipertz nach dem Schlusspfiff. „Weitmar hat uns das Leben schwer gemacht und stand defensiv sehr gut organisiert. Wir konnten uns kaum einmal Torchancen aus dem Spiel heraus erspielen“, lobte er den Auftritt der Gastgeber, fand jedoch auch: „Wir haben alles in allem verdient gewonnen.“ Nach der Pause habe sich seine Mannschaft deutlich gesteigert und besseren Fußball gespielt. Der Lohn für die Mühen ist der Sprung auf Tabellenplatz drei. „Mit dieser Zwischenbilanz sind wir als Aufsteiger natürlich hoch zufrieden“, stellt Heipertz seinen Mannen vor dem spielfreien Meisterschaftswochenende ein gutes Zwischenzeugnis aus.

Sein Gegenüber Axel Sundermann war dagegen einmal mehr enttäuscht: „Man kann den Jungs diesmal allerdings keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gemacht, getan, investiert. Aber am Ende steht es 0:2. Deshalb kann ich auch nicht zufrieden sein. Schließlich haben wir einmal mehr verloren.“ Vor allem bei knappen Spielen neige sich die Waage immer wieder in Richtung der Gegner. „Deshalb stehen wir auch unten, weil wir diese engen Spiele einfach nicht für uns entscheiden können“, bringt es Weitmars Trainer exakt auf den Punkt.

Lüner SV -
VfB Günnigfeld 4:2 (1:2)

VfB Günnigfeld: Lorek - Bazylin, Lapka, Striewe, Gruner - Przybyla (76. Reiser) - Zejewski (70. Acikgöz), D. Winschewski, Kaczmarek, A. Schreier - Fahr

Tore: 0:1 D. Winschewski (15.), 1:1 (18.), 1:2 Fahr (33.),, 2:2 (56.), 3:2 (82.),

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Lünen (58.), Gelb-Rote Karte für Kaczmarek (69.).

„Wir hätten den Tabellenführer gerne noch ein wenig mehr geärgert und einen Punkt mit nach Günnigfeld genommen. Doch durch eigene Dummheit haben wir unsere personelle Überzahl aus der Hand gegeben“, ärgerte sich Günnigfelds Trainer Thomas Baron über die Gelb-Rote Karte für Julian Kacmarek. Der Mittelfeldspieler handelte sich zunächst eine Verwarnung wegen Meckerns ein. Anschließend schickte ihn der Unparteiische wegen Ballwegschlagens gleich ganz unter die Dusche (69.).

Bis dahin hatten die Schützlinge von Thomas Baron einen Punkt fest im Blick. Dominik Winschewski hatte den VfB in Führung gebracht. Nach dem Ausgleich sorgte Marvin Fahr für den 2:1-Vorsprung beim Pausentee. Als sich dann die Gastgeber dezimierten, hatte der VfB in Überzahl alle Trümpfe in der Hand.

Doch spätestens mit der Lüner Führung zum 3:2 kippte die Partie erneut. Günnigfeld versuchte nun alles, um noch einen Punkt zu retten. Der Tabellenführer ließ sich jedoch nicht mehr in Bedrängnis bringen und nutzte quasi mit dem Schlusspfiff die sich bietenden Räume zum alles entscheidenden Treffer zum 4:2. „Schade, eigentlich hätte sich meine Mannschaft ob ihres aufopferungsvollen Kampfes einen Punkt verdient gehabt“, so Baron.

CSV SF Linden -
SV Sodingen 1:1 (0:0)

CSV SF Linden: Kapfer - Garcia, Pemöller, Lekic (85. Rösner), Lopez - Martinez, Pflanz, De Souza, Adinda-Ougba (85. Büdecker) - Bauer (70. Brzezinski), Mohedano

Tore: 1:0 Mohedano (55.), 1:1 (63.)

„Unsere Leistung war nicht so gut, um das Spiel zu gewinnen. Deshalb kann ich mit dem Punkt gut leben“, lautete das Fazit von CSV-Trainer Frank Benatelli nach 90 taktisch geprägten Spielminuten.

Der tiefe Rasen kam dem CSV am Sonntag nicht gerade entgegen. „Meine Spieler hatten einfach keine gute Tagesform“, so Benatelli. Dennoch gingen die Gastgeber nach 55 Minuten in Führung. Vicente Mohedano setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und ließ dem Sodinger Schlussmann anschließend keine Abwehrchance. Der erste Saisontreffer des letztjährigen Torjägers! Die Freude über die Führung währte aber gerade einmal acht Minuten. Zwar konnte Torhüter Jonas Kapfer einen Schuss zunächst noch gegen den Pfosten lenken, doch im Nachsetzen zappelte der Ball dann im CSV-Gehäuse. Pech dann in der dritten Minute der Nachspielzeit: Trockener Schuss von Kevin Pflanz, doch vom Innenpfosten sprang der Ball zurück ins Feld.

 
 

EURE FAVORITEN