Wattenscheider Ernst und Dix beenden ihre Karriere

Maike Dix gewann bei Deutschen Meisterschaften zahlreiche Medaillen und Titel mit der Staffel.
Maike Dix gewann bei Deutschen Meisterschaften zahlreiche Medaillen und Titel mit der Staffel.
Foto: Wolfgang Birkenstock
Die Sprinter Sebastian Ernst und Maike Dix vom TV Wattenscheid 01 beenden ihre Karrieren.

Zwei jahrelang erfolgreiche Topsprinter des TV Wattenscheid beenden ihre Karrieren: Sebastian Ernst, hört mit 31, Maike Dix mit 29 Jahren auf.

Nach einem guten Jahr 2013 häuften sich bei Maike Dix die körperlichen Probleme. „Die Hallen-Saison 2014 war ja auch noch mal gut“, sagt Dix, „aber meine Achillessehnen-Beschwerden sind geblieben, ich hätte jetzt operiert werden müssen. Der Rücken hat auch nicht mehr so mitgespielt. Einfach nur mitlaufen wollte ich nicht. Und ich habe immer gesagt, dass ich nicht auf Schmerzmitteln laufe.“ Also ein Schlussstrich – nach einer Karriere, die der Wattenscheiderin viele DM-Medaillen drinnen und draußen und mehrere Staffel-Titel eingebracht hat. Zudem zählte Dix, die 2009 von der LG Olympia Dortmund zum TV Wattenscheid wechselte, zum Staffel-WM-Team 2013 in Moskau.

„Es gibt Höhen und Tiefen. Aber es gibt auch tolle Erlebnisse, die bleiben. Meine erste WM mit der U18 in Kanada, das werde ich nie vergessen. Man kommt viel rum, allein schon durch die Trainingslager mit DLV und Verein: Bahamas, Russland, USA.“ Im Moment arbeitet sie im Klaus-Steilmann-Haus der Athleten am Lohrheidestadion.

Bei Sebastian Ernst, dem 200m-Spezialisten, sind es keine körperlichen Wehwehchen, die den Deutschen Hallenrekordler zum Karrierende bewegen; der 31-Jährige ist inzwischen voll berufstätig bei der Bundespolizei, und die kräftezehrenden Wechselschichten lassen ihm kaum noch Spielraum für den Leistungssport. Das hat sich in diesem Jahr bereits deutlich gezeigt. „Es war eine sehr schöne Zeit“, sagt der gebürtige Gelsenkirchener, „und ich würde sie niemals eintauschen wollen. 2003 feierte Ernst einen ersten ganz großen Erfolg – er wurde Junioren-Europameister. Ein Jahr später folgte dann das Ereignis, das er heute als Karriere-Highlight bezeichnet: Olympia in Athen – und der Junge aus Gelsenkirchen schafft es bis ins Halbfinale. Seine 200-Meter-Bestzeit von Athen (20,36 sec) konnte er nie wieder verbessern.

Zudem lief er 2011 Deutschen Hallenrekord über 200 Meter (20,42 Sekunden) - das war der DM-Titel. „Ich war so oft Zweiter, meist ganz knapp hinter Alexander Kosenkow“, freute er sich der mehrmalige WM-Teilnehmer und vielfache DM-Medaillengewinner über diesen ersehnten DM-Triumph.

 
 

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