Voß-Team versenkt Krefelder Jungs

Bekam ein Trainerlob: Bochums Viktor Dahms (Nr. 7).
Bekam ein Trainerlob: Bochums Viktor Dahms (Nr. 7).
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Blau-Weiß-Wasserballer sind gegen jungen Erstliga-Nachwuchs hoch überlegen. Bochums Viktor Dahms mit drei sehenswerten Treffern.

SV Blau-Weiß Bochum -
SV Krefeld 72 II 13:2

Viertelergebnisse: 3:0, 5:0, 3:1, 2:1

Blau-Weiß-Männer: Wehner, Freisewinkel, Salamon (1 Tor), Rohe (2), Diakon (5), Dahms (3), Blase, König, Canavan (1) und Schulte (1).

Im Gegensatz zu sonst war viel Platz auf der Bank der Blau-Weiß-Wasserballer. Wegen Grippe und Verletzungen mussten die Bochumer diesmal mit neun Feldspielern auskommen. Doch das sollte dem anschließenden Torreigen keinen Abbruch tun: Auf genauen Pass von Dennis Salamon zwischen zwei Abwehrleute traf Viktor Dahms in der achten Minute zum 3:0. „Viktor hat hart trainiert, das freut mich für ihn“, sagte Trainer Peter Voß nach dem Abpfiff und insgesamt drei Dahms-Toren.

Die jungbesetzten Krefelder – allerdings waren drei, vier Leute dabei, die auch schon in der 1. Liga etwas Einsatzzeit bekommen – wurden im zweiten Viertel förmlich überrollt. Erst suchte sich Till Rohe eine Torecke aus. Nach einem schönen Doppelpass mit Erik Freisewinkel erhöhte Salamon auf 5:0 (13. Min.).

Die Gäste konnten einem in der Phase fast leid tun. Denn wenn sie zumindest aus der Distanz zu Würfen kamen, erwischten sie mit schöner Regelmäßigkeit geräuschvoll das obere Torgestänge. „Das war aber kein Zufall: Wir haben gute Hilfen gestellt und sie zu schweren Wurfpositionen gezwungen“, lobte Voß. Bereits zur Halbzeit führten die Wiesentaler mit 8:0. Carlin Canavan hatte zuvor einen langen Querpass trocken eingenetzt.

So fiel die Freude nach 21 Spielminuten von Krefelds Munz beim ersten Gästetor (1:9) eher ironisch aus. Derweil schalteten die Blau-Weißen ob des hohen Standes etwas zurück. „Wenn ich etwas kritisieren kann, dann ein paar zu eigensinnige Offensivaktionen“, befand der Bochumer Coach. Den dritten Abschnitt beendete Center Raul Diakon, dem die Verteidigung physisch nicht gewachsen war, mit einer gekonnten Bogenlampe zum 11:1 über den Keeper.

Zwei Treffer von Viktor Dahms zum 13:2 beendeten den einseitigen Vergleich, bei dem Krefeld noch zwei Mal die Unterkante der Torlatte anpeilte. Blau-Weiß hat sich für das Remis aus der Hinserie (11:11) rehabilitiert. Schon länger hatte Voß zu dem Zeitpunkt eine jüngere Besetzung ins Wasser gebracht. Die Ex-Erstliga-Männer Diakon und Rohe mussten nicht mehr mittun.

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