VfL Telstar baut auch auf Sand

Was lange währt, wird endlich gut. Das werden sich auch die Volleyballer vom VfL Telstar Bochum gedacht haben. Doch dass es bis zur Eröffnung des eigenen Beachvolleyballplatzes so lange dauern würde, damit hatte keiner im Verein gerechnet. Denn die Planung der Anlage neben dem Sportplatz an der Gahlensche Straße begann schon vor mehreren Jahren.

Dass auf dem Platz, der am kommenden Freitag noch einmal mit einem kleinen Festakt eingeweiht wird, seit ein paar Wochen gebaggert werden kann, hat gute Gründe. Da ist die Leidenschaft eines ganzen Vereins zu nennen, der nie aufsteckte; auch die Hilfe eines Volleyball-Nationalspielers spielt eine Rolle.

Die Idee hatten der Telstar-Vorsitzende Markus Fischer und David Ullrich. Einen Treffpunkt für die Vereinsmitglieder und gleichzeitig eine Trainingsmöglichkeit im Sommer wollten sie schaffen. Bei der Idee blieb es aber erstmal. Bis vor etwa vier Jahren das langjährige Telstar-Mitglied Ulf Bremer starb. „Das hat uns alle sehr geschockt“, sagte Fischer. „Sein Tod hat uns aber auch neue Motivation gegeben, den Platz in Gedenken an ihn zu realisieren.“

2013 hatte Telstar fast ein Grundstück sicher, doch intern schloss sich der beteiligte THC im VfL Bochum nicht an. Als man dann vor anderthalb Jahren durch Zufall auf die Fläche in Hamme stieß, taten sich neue bürokratische Probleme auf, so dass sich Fischer Mitte Juni dieses Jahres eine Frist setzte. „Bis zu meinem 60. Geburtstag sollte der Platz fertig sein.“

Und prompt, drei Wochen später, gab es einen runden Tisch mit der Stadt, bei dem besonders die Bezirksbürgermeisterin von Hamme und Bochum-Mitte, Gaby Spork, die Planung beschleunigte. Der Bau war dann auch tatsächlich innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen, nachdem die 550 Tonnen Sand verteilt und die Netze aufgestellt waren.

Für finanzielle Unterstützung sorgte auch Markus Jotzo, ein Deutschland-Reisender, der auf seinem Weg von Hamburg bis zur Zugspitze anhält und Sponsoren sucht und findet für den guten Zweck. So auch für Telstar. Zudem war auch Volleyball-Nationalspieler und Ex-Telstar-Spieler Lukas Kampa bei der Eröffnung dabei. „Das ist eine Herzensangelegenheit für mich“, so der 29-Jährige. Der Zuspieler der polnischen Mannschaft Jastrzębski Węgiel versteigerte im letzten Juni ein signiertes Nationalmannschaftstrikot zugunsten des Projekts.

Den größten Teil der Kosten von 21000 Euro übernimmt aber die Sportförderung der Stadt. Dazu kommen 7000 Euro aus anderen Spenden, den Rest muss Telstar aus Eigenleistung bezahlen.

 
 

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