VfL-Führung erwartet Gegenwind bei der JHV

Michael Eckardt

Es dürfte wohl so ziemlich das Gegenteil einer ruhigen Mitgliederversammlung werden, wenn der VfL Bochum am heutigen Montag (19 Uhr) in den RuhrCongress lädt. Zu bescheiden sind die sportlichen Ergebnisse zurzeit, zu groß ist der Zorn des VfL-Umfeldes.

Es haben im Vorfeld dieser Mitgliederversammlung viele Gespräche des Vorstandes mit kritischen Anhängern stattgefunden, und dennoch hat zum Beispiel die Fan-Gruppierung „Wir sind VfL“ angekündigt, dass es ein bloßes „Weiter so“ mit ihr nicht geben wird.

Drei Anträge stellt die Initiative am Montag zur Abstimmung. Dabei geht es erstens um die Einrichtung einer Satzungskommission mit dem Ziel, der Mitgliederversammlung künftig einen „direkteren Einfluss auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrates“ zu ermöglichen, zweitens um eine bessere Umsetzung des Leitbildes in sportlicher Hinsicht, vor allem in der Nachwuchsarbeit, und drittens um die Aufstockung des Aufsichtsrates von maximal neun auf zehn Personen mit Stimmrecht, damit der aktuelle Fan-Vertreter in diesem Gremium, inzwischen auf Position zehn abgerutscht, weiterhin Mitspracherecht genießt.