Talent Pickert in bestechender Form

Stand fünfmal auf dem Treppchen: Nico Pickert.
Stand fünfmal auf dem Treppchen: Nico Pickert.
Foto: Verein
Canadier-Fahrer Nico Pickert vom LDKC hat bei der Frühjahrsregatta in Essen abgeräumt, was es nur abzuräumen gab. Der 17-Jährige dürfte bei der Junioren-WM ein Trumpf-Ass des DKV sein.

Bei der Internationalen Frühjahrsregatta in Essen, sozusagen dem Anpaddeln, ging der Linden-Dahlhauser-Kanu-Club mit einem Teil seiner Rennmannschaft in der Altersklasse der Junioren (17/18 Jahre) an den Start. Dabei zeigte Nico Pickert, obwohl mit 17 Jahren gerade erst in diese Altersklasse aufgestiegen, schon zu Beginn der Wettkampfsaison seine ganze Stärke. Pickert dominierte Altersklasse sowie Disziplin und gewann jeweils über die Distanzen von 200, 500, 1000 und 5000 Metern die Goldmedaille im Einercanadier.

Über die 200- und 500-Meter-Strecke fuhr der LDKC sogar einen Doppelsieg ein, weil Nico Pickerts Vereinskamerad Jan Finkenberg jeweils den zweiten Platz belegte. Über 1000- und 5000-Meter belegte Finkenberg den dritten Platz und bewies damit ebenfalls sein Leistungsvermögen. Der zweite ambitionierte LDKC-Junior hofft nun darauf, in drei Wochen bei der Ranglistenregatta in Duisburg doch noch auf den WM-Zug aufspringen zu können, obwohl die erste Ausscheidungsregatta für ihn nicht so gut gelaufen war wie für Nico Pickert.

Über 200 Meter im Zweiercanadier legten Nico Pickert/Jan Finkenberg einen Start-Zielsieg hin, obwohl die beiden erst wenige Trainingskilometer im Zweier absolviert hatten. „Warum soll es denn nicht klappen, wenn du zwei hast, die paddeln können“ antwortete Tomasz Wylenzek, der hoch dekorierte Olympiasieger, lapidar auf Nachfragen. Trainer Mathias Kremer zeigte sich zufrieden, betonte aber, dass die anstehende Rangliste in Duisburg für Nico Pickert und Jan Finkenberg absolute Priorität haben.

Wenn es mit den WM-Fahrkarten für das junge Duo klappen sollte, wären sie die ersten Sportler des LDKC seit langem, die für das Nationalteam des Deutschen Kanu-Verbandes nominiert sind.

Für die Geschwister Piet und Sophie Fleißgarten verlief die Regatta dagegen unterschiedlich. Während Sophie Fleißgarten im Einercanadier über die Distanzen hinter ihrer Freundin Maxi Droste aus Wuppertal jeweils den zweiten oder dritten Platz belegte, musste Bruder Piet, allerdings in einem mit Spitzenfahrern besetzten Feld, im Einer-Kajak bereits im Vorlauf die Segel streichen.

Mathias Kremer gab sich als Verantwortlicher aber dennoch optimistisch. „Es ist schön zu sehen, dass die teuren Investitionen in das Trainingslager und Material erste Früchte tragen. Wenn es jetzt in drei Wochen noch mit Nico Pickert und Jan Finkenberg bei der Rangliste und den damit verbundenen Fahrkarten für die Weltmeisterschaft klappt, könnte man sogar schon in diesem frühen Stadium fast von einer erfolgreichen Saison sprechen.“