SW 08: Enttäuschung, Aufstehen, Relegation

Bastian Angenendt
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Reaktionen der Wattenscheider nach der verpassten Meisterschaft. In der Relegation wartet zunächst Gievenbeck am Donnerstag.

Es war schon vor dem Spiel klar: Während die einen jubeln werden, würde es bei den anderen lange Gesichter geben. Nach Abpfiff des Titel-Endspiels sanken die Schwarz-Weißen zu Boden. Ali El-Lahib lehnte regungslos an einer Bande. Erst nach einiger Zeit lautete aber der Tenor: „Wir stehen wieder auf“, wie Teammanager Peter Schöne stellvertretend für das Gros der Wattenscheider meinte.

Auch Coach Ede Buckmaier gestand „große Enttäuschung“ ein. Aber nicht etwa, weil 08 schlecht gespielt hatte, sondern weil der Kontrahent genauso gut war. Gut auf hohem Niveau. Buckmaier: „Es war über die ganze Zeit irgendwie pari.“ Und das reichte bei dieser Ausgangsposition eben nicht.

Die Chance, sich selbst für die fraglos starke Saison noch zu belohnen, wartet auf die Südfeldmarker nun am Donnerstag (15 Uhr in Bergkamen) im ersten Relegationsspiel gegen den Zweiten der Landesliga Nord, 1. FC Gievenbeck. Ob Paul Helfer, Markus Nowak und Benedikt Breitenstein spielen können, hängt davon ab, ob sie Mallorca-Abschlussfahrt (Montag bis Freitag) verkürzen (wollen). „Ich denke, der Verein und die Jungs sind jetzt bereit, alles dafür zu tun, dass es klappt“, sagt Buckmaier, der im Hinblick auf die Relegation meint: „Es wird sehr schwer, aber wir werden unser Ziel Aufstieg mit allem Willen verfolgen.“

In der Aufstiegsrunde spielen sämtliche Zweitplatzierte aller fünf westfälischen Landesligen. Sollte Wattenscheid gegen Gievenbeck gewinnen, wartet der TSV Weißtal am 6. Juni im Relegations-Halbfinale, und am 10. Juni im Endspiel um den einzigen Aufstiegsplatz der Sieger aus der Partie SC RW Maaslingen gegen TuS Eving Lindenhorst.