Staffel gewinnt in neuer Rekordzeit

Die neuen Rekordhalter des TV Wattenscheid: (v.l.) Carlo Weckelmann, Noel-Philippe Fiener, Kai Köllmann und Philipp Trutenat.
Die neuen Rekordhalter des TV Wattenscheid: (v.l.) Carlo Weckelmann, Noel-Philippe Fiener, Kai Köllmann und Philipp Trutenat.
Foto: Wolfgang Birkenstock
Am Ende des Tages gab es dann doch noch drei Medaillen für den TV Wattenscheid 01 bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg.

Am Ende des Tages gab es dann doch noch drei Medaillen für den TV Wattenscheid 01 bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg. Mit einem absoluten Hammer gewann die 4x200-Meter-Staffel der Wattenscheider in Jugend-Rekordzeit von 1:26,01 Minuten.

Zunächst hatte für das Quartett eine Hundertstel mehr auf der Anzeige gestanden. Die Zeit wurde dann noch korrigiert. Den Titel holten die Wattenscheider mit fast zwei Sekunden Vorsprung vor Frankfurt – das sind Welten. Die Staffel war nach dem Vorlauf noch einmal umgestellt worden. Kai Köllmann rückte für Schlussläufer Kristian Thies an den Start. „Der Rekord war unser Ziel. Das haben wir uns vorgenommen und alles gegeben“, sagte Köllmann, der schon mit Vorsprung auf Carlo Weckelmann übergeben hatte. „Da konnte ich vorne entspannt laufen, habe Vollgas gegeben und auch pünktlich übergeben“, meinte Weckelmann. An dritter Position setzte Philipp Trutenat den Rekordlauf fort. Er lobte Schlussläufer Noel Fiener: „Er ist pünktlich abgelaufen. Das war nach dem Vorlauf meine größte Sorge, aber es war perfekt.“ Im Vorlauf war der Wechsel noch knapp ausgegangen. Fiener war überwältigt: „Es ist einfach geil, hier zu laufen, alles hat gepasst. Hammer.“

Kai Köllmann hatte zuvor Gold über 200 Meter Einzel geholt und dem TV Wattenscheid 01 damit die erste Medaille beschert. „Ich bin auf der Gegengerade dran geblieben und habe in der Kurve Druck gemacht und bin vorbeigegangen“, sagte Köllmann. 21,58 Sekunden wurden für den Neuzugang gestoppt. Carlo Weckelmann wurde in der Endabrechnung Sechster – 22,18 Sekunden für ihn. „Für Bahn zwei war das in Ordnung. In der zweiten Kurve kommen die anderen mit viel Druck von oben runter, aber von Bahn zwei kommt man eben nicht runter.“

Eine Medaille gab es auch für die weibliche 4x200-Meter-Staffel. Keshia Kwadwo, Synthia Oguama, Ronja Frei und Theresa Oxfort beschenkten sich in 1:40,67 Minute mit Bronze. „Wir hatten zwei Leute im Team, die schon Disziplinen gemacht hatten, aber dafür, dass die schon schwere Beine hatten, sind sie sehr gut gelaufen“, sagte Ronja Frei, die einzige „echte“ U20-Athletin. Die anderen drei Sprinterinnen sind eigentlich noch U18-Athletinnen. Stressig war es kurz vor dem Lauf. Denn Synthia Oguama saß noch beim Weitsprung und klopfte sich den Sand von den Füßen, als sich die Staffeln schon für den Start fertig machten. Frei schnürte ihrer Teamkollegin sogar die Schuhe, damit es schneller ging. „Es war anstrengend, hat sich aber gelohnt“, sagte Oguama.

Im Weitsprung belegte sie den fünften Rang und sprang 5,99 Meter weit. „5,99 – das ist persönliche Bestleistung. Daher bin ich zufrieden. Aber ein Zentimeter nur hat für die sechs Meter gefehlt“, erklärte die Wattenscheiderin. Der Bronzerang ging mit 6,11 Meter weg.

Florian Colon Marti hat über 400 Meter Platz vier erreicht. Der Langsprinter zog als Vierter auf die zweite Runde, musste hier den langen Weg außen auf der Rundbahn nehmen, um nach vorne zu laufen. „Ich wollte die ganze Zeit überholen“, sagte Colon Marti – doch die Konkurrenz wehrte sich. „Trotzdem habe ich meine eigenen Erwartungen übertroffen. Mein Ziel war das Finale, dann wurde es sogar das A-Finale. Ich habe den Lauf zwar verloren, aber bei der U20 den vierten Platz gemacht. Ich bin noch U18. Das ist ein richtig eiles Gefühl.“

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