Spektakuläre Premiere des Fixi-Rennens in Wiemelhausen

Sieger Stefan Reimer dreht sich um und schaut, wie ein Fahrer entkräftet aussteigt.
Sieger Stefan Reimer dreht sich um und schaut, wie ein Fahrer entkräftet aussteigt.
Foto: Franken
Bei der Premiere des spektakulären Fixi-Rennens in Wiemelhausen setzte sich der Bochumer Stefan Reimer im Finish vor dem Holländer Stefan Vis durch. Wie die Organisatoren erklärten, soll es nicht das letzte Rennen ohne Bremsen bleiben, sogar ein Weltcup-Event ist geplant.

Wer Buntes gewohnt ist bei den Straßenrennen der Radamateure, der musste am Sonntag im Kirchviertel zumindest bei einem der Rennen umdenken: Schwarze Trikots dominierten den Wettbewerb der „Fixis“ bei strahlendem Sonnenschein, der sich am Ende auch im Gesicht von Stefan Reimer spiegelte. Der Bochumer, der für das Team Fixedpott antrat, aber auch für den RSV Bochum „normale“ Rennen fährt, entschied in einem knappen und umjubelten Finish das spektakuläre Rennen um eine Nasenlänge für sich. Nur knapp geschlagen wurde der Holländer Stefan Vis (F.A.S.T. Amsterdam) Zweiter vor Stefan Schott (8bar Berlin), der sich aus einer Dreier-Verfolgergruppe gelöst und sich damit den Platz auf dem Treppchen gesichert hatte.

Es war das erste offizielle Fixi-Rennen auf Bochumer Boden, aber es wird nicht das letzte sein. Organisator Günter Krautscheid vom RSV Bochum war restlos begeistert von der Stimmung und machte gleich alles klar für das kommende Jahr. „Wir werden auf jeden Fall hier auf diesem Kurs ein Weltcuprennen für Fixis veranstalten.“

Renn- und RSV-Pressesprecher Michael Zurhausen machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Die Rennfahrer haben mächtig geschluckt“, sagte er lachend, „als Günter Krautscheid die Fixis einladen wollte.“ Nach der enorm beeindruckenden Vorstellung auf dem schweren Kurs in Wiemelhausen werden aber viele der Kritiker ihre Meinung revidieren.

Fixis haben keine Gangschaltung (fixed gear) und keine Bremsen, sondern eine starre Nabe, so wie die Sechstage-Räder. „Die fahren die Wiemelhauser Straße mit 60 Sachen runter“, sagte Paul Baluch (Fixedpott Dortmund), der das Fixi-Rennen sachkundig und humorvoll kommentierte. Und mit der „dicken Backe“ ging es auch die Bruchstraße hoch. Eine Wahnsinns-Leistung, die das Publikum mit reichlich Applaus honorierte. Das Fahrerfeld war im Übrigen internationaler als beim Hauptrennen: Die Könner kamen aus Belgien, Holland, Luxemburg und Frankreich.

Seit Jahren steigen bei den Rennen auf dem harten Kurs durch Wiemelhausen die meisten Fahrer vorzeitig vom Rad. Das war bei den Fixis nicht anders, deren Teams im Übrigen teilweise wunderbare Namen haben: z.B. 8bar Berlin, Fixerati Antwerpen oder Suicycle Hamburg, das Team von Maria Jatkovics, der Dritten bei den Fixi-Damen.

Das Hauptrennen um den Sparkassen-Preis in der KT- und Eliteklasse gewann diesmal Alexander Grad (Team Heizomat) vor Frederik Dombrowski (Team Stölting) und Frank Lütters (Blitz Spich). Auch die Fahrer von Sparta Prag hatten im Feld kräftig mitgemischt. Martin Gralla vom RSV Bochum wurde Fünfter und Uwe Schmidt (RSF Bochum) Elfter beim Hobbyrennen.

In den Schülerklassen U13 und U11 gab es einen Doppelsieg für Familie Kool aus der Nähe von Amsterdam: Tobias (8) und Tristan gewannen. „Die tun in Holland viel mehr für die Jugend“, so Krautscheid, „sie bieten viel mehr Jugendrennen an.“

 
 

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