SG-Fans auf dem Zaun - vor Freude

Hitziges Duell: Necirwan Khalil Mohammad (li.), der im defensiven Mittelfeld einen guten Job machte, kämpft hier gegen Krays unauffälligen Eric Yahkem
Hitziges Duell: Necirwan Khalil Mohammad (li.), der im defensiven Mittelfeld einen guten Job machte, kämpft hier gegen Krays unauffälligen Eric Yahkem
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Farat Toku scheint nach nicht einmal eineinhalb Monaten schon einen ganz guten Draht zu seiner Mannschaft gefunden zu haben. „Die Jungs dürfen jetzt mal kurz feiern“, sagte er nach dem auch in der Höhe verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den ausgesprochen biederen und nun nicht mehr punktgleichen Abstiegskonkurrenten FC Kray, „denn am Montag ist trainingsfrei. Aber danach gilt die volle Konzentration dem Gladbach-Spiel.“

SG Wattenscheid 09 -
FC Kray 3:0 (1:0)

SG 09: Boss - Tobor, Schneider, Clever, Kacinoglu - Kaplan, Mohammad (76. Klinger), Grummel, Oppermann (83. Hodzic) - Taskin (73. Saka), Kaya

Tore: 1:0, 2:0 Kaplan (30., 63./FE), 3:0 Kaya (90.)

Zuschauer: 909

Farat Toku scheint nach nicht einmal eineinhalb Monaten schon einen ganz guten Draht zu seiner Mannschaft gefunden zu haben. „Die Jungs dürfen jetzt mal kurz feiern“, sagte er nach dem auch in der Höhe verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den ausgesprochen biederen und nun nicht mehr punktgleichen Abstiegskonkurrenten FC Kray, „denn am Montag ist trainingsfrei. Aber danach gilt die volle Konzentration dem Gladbach-Spiel.“ Nach dem zweiten Sieg vor der – sicherlich auch dank des herrlich sonnigen Wetters – deutlich verbesserten Kulisse von 909 Zuschauern weiß Toku: Jetzt ist nicht die Zeit, auf dumme Gedanken zu kommen, sich schon zurückzulehnen.

Denn der Tabellenkeller ist dafür einfach noch immer zu nah’. „Im Abstiegskampf sind wir bis zum letzten Saisonspiel“, diesen Satz wiederholt Toku immer wieder. Allerdings: Wenn Wattenscheid weiter so gefestigt auftritt wie am Samstag, dann wird die SG den Abstiegskampf erfolgreich bestreiten.

Es ist schon beeindruckend, wie schnell Toku seinem Herzensklub defensive Stabilität und damit einhergehend – weil die Resultate zu Beginn eben stimmen – Aufbruchstimmung einhauchen konnte. Tatsächlich ließen die Hausherren in den gesamten ersten 90 Minuten nur eine echte Torchance zu, Marvin Grumann setzte, bezeichnenderweise, einen Freistoß an die Latte (44.). Da hatte Burak Kaplan sein Team allerdings schon in Front gebracht. Der in Oberhausen noch gesperrte Edeltechniker zirkelte einen Eckball direkt ins Tor (30.). Offensiv zeigte Wattenscheid sich im Vergleich zum Oberhausen-Spiel leicht verbessert, wirkte insgesamt zielstrebiger, bissiger, besser organisiert, und vor allem: individuell stärker als die Gäste. Das, was mal in die Wattenscheider Hälfte kam, klärte der teils sehr hoch verteidigende Felix Clever souverän – er und Kaplan verdienten sich im ersten Durchgang Bestnoten.

Es dauerte nicht mehr lange, bis die Partie faktisch entschieden war. Denn nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff handelte sich Emir Alic wegen einer Tätlichkeit gegen Eren Taskin die Rote Karte ein (49.), eine Viertelstunde später verwandelte Kaplan einen Elfmeter nach Foulspiel am engagierten Lucas Oppermann zum 2:0 (63.). Güngör Kaya markierte nach Doppelpass mit Nino Saka noch das 3:0 (90.).

Da waren die Fans schon längst auf dem Zaun. Vor Freude. Gab’s auch schon länger nicht mehr in Wattenscheid.

EURE FAVORITEN