RUB-Elf holt sich in Kroatien den Titel

Geschlaucht, aber glücklich: die Sieger-Elf der RUB in Osijek.
Geschlaucht, aber glücklich: die Sieger-Elf der RUB in Osijek.
Foto: WAZ
Die Fußball-Europameisterschaft der Hochschulen in Osijek (Kroatien) endete mit einer Sensation. Die Elf der Ruhr-Universität Bochum holte sich völlig unerwartet den Titel.

Die Fußball-Europameisterschaft der Hochschulen in Osijek (Kroatien) endete mit einer Sensation. Die Elf der Ruhr-Universität Bochum holte sich völlig unerwartet den Titel. Mit einem 4:2-Sieg nach Elfmeterschießen, die reguläre Spielzeit inklusive Verlängerung war torlos geblieben, triumphierte das RUB-Team im Finale gegen die russische Auswahl der Kuban State University.

RUB-Trainer Adam Frytz sprach gestern vom „Wunder von Osijek“, hatte sich seine Mannschaft doch im Endspiel gegen einen Gegner von Drittliga-Format durchgesetzt, obwohl die Bochumer in der zweiten Hälfte der Verlängerung nach zwei Gelb-Roten Karten nur noch zu Neunt waren. „Gekämpft wie die Löwen“, sagte Frytz, hätten seine Jungs gegen die favorisierten Russen, die sogar mit ihren Sponsoren angereist waren und sich während des Turniers komplett abgekapselt hatten, während die Bochumer den Kontakt zu den anderen 13 Teams gesucht hatten. Dass Frytz ab dem zweiten Turnierspiel doch auf den verletzt mitgereisten Kapitän Christian Mengert bauen konnte, zahlte sich auch aus. Mengert, früher für die U23 des VfL am Ball und aktuell beim Regionalligisten FC Kray unter Vertrag, spielte seine ganze Erfahrung aus.

Insgesamt dreimal setzte sich die RUB-Elf im Elfmeterschießen durch, auch im Halbfinale behielten die Bochumer vom Punkt aus die Nerven. Gegen die Universite de Franche-Comte aus Besancon trumpfte der Deutsche Meister von 2014 besonders in der ersten Halbzeit groß auf und setzte seine Überlegenheit auch in Tore um. Dennis Wibbe und Pascal Beilfuß erzielten die Tore zum 2:0-Halbzeitstand. Am Ende jedoch mussten sich die Frytz-Schützlinge mit einem 2:2 in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen retten, wo die Franzosen versagten. Mit 4:1 setzte sich die RUB-Elf, die zuvor bereits mit einem Erfolg im Elfmeterschießen in dieses Halbfinale eingezogen war, durch. „Opfer“ der Bochumer im Viertelfinale war die türkische Mannschaft aus Pamukkale gewesen.

Jubel, Trubel, Heiterkeit herrschten nach dem Finalsieg; und eine unglaublich große Müdigkeit. 330 Minuten intensiven Fußball hatten die Bochumer Studenten innnerhalb von drei Tagen bewältigen müssen - ein echter Kraftakt und eine Willensschulung. Und dann musste der neue Europameister auch noch, wie Adam Frytz sagte, „ohne Feier Kroatien wieder verlassen“ - getrennt. In zwei Flugzeugen ging es zurück nach Deutschland, die Zeit war einfach zu knapp für eine Sause am Ort des Triumphes. Nachgeholt wird das aber sicher in den kommenden Tagen.

 
 

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