Perfekt: VfL steigt in die 2. Liga auf

Fußball, Frauenfußball, Regionalliga: Die Fußballerinnen des VfL Bochum feiern den Aufstieg in die 2. Bundesliga nach einem 2:1 - Sieg in Hauenhorst.
Fußball, Frauenfußball, Regionalliga: Die Fußballerinnen des VfL Bochum feiern den Aufstieg in die 2. Bundesliga nach einem 2:1 - Sieg in Hauenhorst.
Foto: Sven Rapreger
Nach einem 2:1-Zittersieg in Hauenhorst hat es der VfL Bochum geschafft: Im dritten Anlauf feierten die Fußballerinnen den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Germania Hauenhorst -
VfL Bochum 1:2 (1:0)

Vfl: Biebusch – Kühn, Bock, Grendel (70. Grendel), Ließem (38. Kleifges) – Ganser, Kill – Angrick – Josten, Hoppius, Hinkerode (90. Zumdick).

Tore: 1:0 (30.), 1:1 Kill (81.), 1:2 Drews (87.)

Die Frauen des VfL Bochum haben den Aufstieg perfekt gemacht und spielen in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga. Vier Spieltage vor Schluss liegen die Bochumerinnen mit 52 Punkten und 13 Zählern Vorsprung vor Borussia Mönchengladbach an der Spitze der Regionalliga – souveräner kann ein Aufstieg kaum von statten gehen.

Dabei war es für den VfL beim Tabellenneunten ein wahrer Zittersieg. Nach einer halben Stunde gingen die Gastgeberinnen in Führung. Erst ein 30-Meter-Freistoß von Spielführerin Laura Kill (81.) konnte das 1:1 bringen. Hauenhorst war mit den Kräften am Ende, die zuvor eingewechselte Frauke Drews sorgte kurz vor Schluss für den viel umjubelten 2:1-Siegtreffer. Nicht das erste Mal in dieser Saison, dass Trainer Arthur Matlik mit der Einwechslung einer Spielerin das richtige Näschen bewies.

„Endlich haben wir die Meisterschaft unter Dach und Fach“, jubelte der erleichterte Erfolgstrainer. „Alles was jetzt kommt, ist nur noch Zugabe“, so der Coach, der damit auf die restlichen Meisterschaftsspiele und das Westfalenpokal-Finale anspielte. Für ihn und sein Team ging es am Sonntagabend noch ins Bermuda-Dreieck. Das ein oder andere Kaltgetränk dürfte dabei geflossen sein.

Für den 35-Jährigen Matlik sind die kommenden Spiele seine letzten fünf auf der Bank des VfL. Der Coach hat seinen Vertrag nicht verlängert, sucht neue Herausforderungen. Diese werden wahrscheinlich im Männerfußball liegen. Konkrete Angebote gibt es aber noch nicht, sagt Matlik. „Wir waren schon ein bisschen überrascht, als wir von Arthurs Entscheidung erfuhren“, lässt Alexander Richter, der Leiter der Nachwuchsabteilung, durchblicken. Dennoch sei die Entscheidung „akzeptabel“. Richter würdigte die Leistung des Coaches und sprach von einer „überragenden Saison“, die die Frauen des VfL gezeigt haben.

In die gleiche Kerbe schlug auch Frauen-Koordinator Willi Wernick: „Arthur und das Trainerteam haben hervorragende Arbeit geleistet. Wir freuen uns auf das Abenteuer Zweite Liga.“ Wer hier für den VfL an der Seitenlinie stehen wird, ist noch offen. Alexander Richter: „Wir werden erst einmal im eigenen Stall gucken und dann möglicherweise externe Kandidaten konsultieren. Ob Frau oder Mann ist ebenfalls offen.“

 
 

EURE FAVORITEN