Nur der Fan fehlt an der Basis

Es gibt Fußballfans in Hordel, die können sich an die letzte Heimniederlage gar nicht mehr erinnern. Es passierte am 25. Oktober 2015, mit 1:0 setzte sich Horst-Emscher an der Hordeler Heide durch. Seit fast einem Jahr also ist der TuS unbesiegt zuhause. In dieser Saison tanzt er geradezu auf einer Welle der Euphorie: Gegen Holzwickede (6:0), Kirchhörde (5:0) und jetzt Wickede (4:0) gab es glatte Siege, gegen Westfalia Herne vor einer Woche einen mit so viel Leidenschaft wie auch Disziplin gefeierten 3:1-Erfolg.

Hordel ist nun Spitze in der Westfalenliga. Weil die jungen Trainer Marcel Bieschke und Rene Ziarna, angetreten nach einem Radikalschnitt vor bald anderthalb Jahren, eine Mannschaft geformt haben, die taktisch bestens geschult ist. Das energiegeladene Umschaltspiel ist oft genug die entscheidende Waffe des TuS.

Hordel ist aber auch Erster, weil die neue Nummer vier in Bochum, Concordia Wiemelhausen, seinen Lauf auch nach dem zweiten Aufstieg in Folge fortsetzt. Selbst in Herne hat Wiemelhausen nun gepunktet, auch die Topteams Lünen (knappes 1:2) oder Sinsen (3:2-Sieg) lernten das Team von Trainer Jürgen Heipertz kennen.

Hordel, aber auch Wiemelhausen bieten attraktiven Fußball. Dass dieser alsbald mal von mehr Zuschauern als den üblichen 100 bis 150 honoriert wird, wird aber wohl dennoch nur ein frommer Wunsch bleiben. Leider.

 
 

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