Nachwuchs-Fechtelite kommt nach Bochum

Gewann drei Mal das Jugendturnier in Bochum: Imke Duplitzer (rechts).   Foto: Klaus Gierlich
Gewann drei Mal das Jugendturnier in Bochum: Imke Duplitzer (rechts). Foto: Klaus Gierlich
Foto: WAZ

Bochum.  Die nationale Nachwuchs-Elite des Fechtens hält Einzug in Bochum: Die FSG Ruhr-Wattenscheid richtet erstmals die Deutschen Juniorenmeisterschaften im Damendegen aus.

„En garde, prêt, allez“, heißt es auch in diesem Jahr wieder, wenn die Fechtelite von morgen in Bochum Einzug hält. Etwas ist jedoch anders. „Erstmals richten wir die Deutschen Juniorenmeisterschaften im Damendegen aus“, berichtet Organisator Heinz Fischer von der FSG Ruhr-Wattenscheid.

Am Samstag und am Sonntag erwartet Fischer rund 100 Athletinnen in der Sporthalle der Erich-Kästner Schule. Fischer: „Es ist schon eine kleine Herausforderung, aber wir sind stolz, dass der Deutsche Fechter-Bund uns mit dieser Aufgabe betraut hat.“

Die 96 Besten der Deutschen Juniorinnen-Rangliste

In den vergangenen Jahren machte die FSG Ruhr-Wattenscheid vor allem mit der Ausrichtung des Stadtwerke-Cups und des Martin Zimmermann-Pokals von sich reden.

„Weil aber der Weltfechtverband sechs Degen-Turniere in Deutschland gestrichen hat, darunter auch den Stadtwerke-Cup, hat uns der DFB gefragt, ob wir nicht eine Deutsche Meisterschaft ausrichten wollen“, so der Organisator.

Fischer sagte sofort zu, und freut sich nun auf die zwei Wettbewerbe, denn der Titel wird nicht nur im Einzel-Wettkampf vergeben, sondern auch im Team-Wettbewerb.

Für das Turnier im Einzel haben sich automatisch die 96 Besten der Deutschen Juniorinnen-Rangliste (U20) qualifiziert. „Es nehmen aber auch Fechterinnen teil, die erst 16 Jahre alt sind. Diese sind auf dem A-Juniorinnen-Ranking weit oben zu finden und werden beim Kampf um die Medaillen ein Wörtchen mitzureden haben“, glaubt der Vorsitzende der FSG.

Auf den Spuren vom Duplitzer und Heidemann

Sie alle wollen einmal in die Fußstapfen großer deutscher Fechterinnen, wie Imke Duplitzer und Britta Heidemann treten. Fischer erinnert sich: „Beide haben den Stadtwerke-Pokal mindestens drei Mal gewonnen. Damals steckten ihre Karrieren auch noch in den Kinderschuhen. Wir sind stolz, dass wir ein Sprungbrett für Deutschlands Fechtelite sein konnten und weiterhin sein können.“

Große Chancen auf den Sieg rechnen sich in diesem Jahr wohl besonders Cheryl Jahn (OFC Bonn), Ines Werner (Heidenheimer SB) und Alexandra Ehler (SV Waldkirch) aus. Sie sind die derzeit Führenden der U20-Rangliste. Besonderes Augenmerk gilt dabei der erst 15-jährigen Ehler. Sie ist die Jüngste der Top-15-Fechterinnen.

Spannung verspricht auch der Team-Wettbewerb. Insgesamt 24 Mannschaften werden an den Start gehen. Jedes Team hat drei aktive Fechterinnen (und eine Ersatzfechterin), die nacheinander auf der Planche an den Start gehen. Die Mannschaft, die zuerst 45 Treffer erzielt, oder nach neun Minuten im Gefecht vorne liegt, gewinnt.

Vorjahressieger Heidenheim muss am Sonntag besonders die Konkurrenz des OFC Bonn fürchten. Die Mannschaft aus dem Rheinland stellt vier der besten zehn Athletinnen. Nicht zu unterschätzen wird auch der SV Waldkirch sein, für den Ehler die Waffe zieht.

Los geht es an beiden Tagen um 9 Uhr, die Finals werden jeweils zwischen 16 Uhr und 17 Uhr erwartet.

 
 

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