Mokanski vom Ergebnis der AR-Wahl enttäuscht

Wenn man die flammende Rede von Reinhard Mokanski vor rund acht Monaten noch vor seinem geistigen Auge hatte, dann wirkte der am Mittwoch in den Aufsichtsrat gewählte Unternehmer diesmal eher müde, als er die Beweggründe für seine Aufsichtsratskandidatur vortrug. Als er dann aber gewählt worden war, zwar mit einem für ihn „enttäuschenden Ergebnis“ von nur 104 Stimmen, erhob sich der neue AR-Vorsitzende doch noch mal und war wieder der Alte. „Liebe Mannschaft“, richtete er einen Appell an die Regionalliga-Fußballer: „Ihr habt heute Abend gesehen, dass wir mit Herzblut dabei sind. Jetzt seid ihr gefordert. Wir brauchen Siege. Und alle, die hier sind, stehen hinter euch.“

Weil die Aufsichtsratswahl letztlich doch knapper als erwartet ausfiel und Fanvertreter Christian Mose den Einzug in das Gremium nur um fünf Stimmen verpasste, dürfte Mokanski erleichtert gewesen sein. Und nicht nur das. Mokanski hatte zuvor nämlich die zweifelhafte Ansage gemacht, dass der Aufsichtsrat nur dann sein Amt wahrnehmen werde, wenn er in der gewünschten Konstellation gewählt wird, oder, negativer ausgedrückt: Wenn es keiner „von außen“ in den Aufsichtsrat schafft. Einige Mitglieder hatten das per Zwischenruf als „Erpressung“ bezeichnet.
Das Ergebnis der Aufsichtsrats-Wahlen im Detail: Franco Vit (124 Stimmen), Ewald Fischer (118), Reinhard Mokanski (104), Kemal Erimtan (87), Ebru Köksal (87). Nicht im Rat: Christian Mose (82), Christian Ruthmann (26).

Abschied des Führungs-Duos

Im Gegensatz zur letzten Jahreshauptversammlung gab es diesmal keine Anfeindungen gegen Thorsten Heckendorf und Christoph Jacob. So hatten beide die Möglichkeit, versöhnliche Schlussworte an die Mitglieder zu richten. Während Ex-Aufsichtsrats-Chef Heckendorf sich kurz fasste und für „sechs spannende Jahre“ dankte, sagte Jacob: „Jeder, der unsere Arbeit gesehen hat, kann uns das Engagement nicht absprechen. Es waren sicherlich nicht alle Entscheidungen richtig. Aber jeder, der in seinem Leben schon Verantwortung übernommen hat, wird das mal erlebt haben.“

Hut-Aktion bringt 648,42 €

Aufsichtsratskandidat Christian Mose hatte einen starken Auftritt, als er den Mitgliedern die Gründe für seine Kandidatur darlegte. Dabei sprach er unter anderem über die Zerrissenheit des Vereins in zwei Lager. Danach ließ er einen Spendenhut durch die Reihen gehen – nach dem Vorbild des kürzlich verstorbenen Klaus Ulonska, bis zu seinem Tod Präsident des Drittligisten Fortuna Köln. Ulonska lief bei jedem Heimspiel mit einem Spendenball durch das Südstadion. Moses Ergebnis: 648,42 Euro für die Jugendabteilung.

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