Kortmann der Mann des Abends

Christian Meister
Zwei Partien innerhalb von 42 Stunden galt es diesmal für Bochums Basketballer zu bestreiten. Dabei machten sechs wackere Mann aus Grevenbroich den Astros, hier mit Dennis Kortmann, das Leben jedoch nicht leicht. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.
Zwei Partien innerhalb von 42 Stunden galt es diesmal für Bochums Basketballer zu bestreiten. Dabei machten sechs wackere Mann aus Grevenbroich den Astros, hier mit Dennis Kortmann, das Leben jedoch nicht leicht. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Zwar ließ auch die Konkurrenz - insbesondere Recklinghausen - an diesem ersten Doppelspieltag keine Federn. Die Bochum AstroStars hielten sich aber ebenfalls schadlos. Eine starke Partie gegen Hagens neuen US-Center Fairley lieferte dabei Dennis Kortmann.

BG Hagen -
Bochum AstroStars66:89

Viertel: 15:23; 19:13; 17:28; 15:25

AstroStars: Howard (17 Punkte), Abraham (17/1), Kortmann und Veit (je 14), Korbi (10/1), Schulwitz (7), Doll (4/1), Klotz (4), Rathjen (2), Adib, Niebrügge.

Vor dem Spiel zur sonntäglichen „Kuchenzeit“ bei der BG Hagen – wie Trainer Kai Friedrich sagte, hatte sich Bochums Basketballklub ein wenig Sorgen gemacht. Zumal die Hagener mit dem US-Center Fairley und dem Griechen Ktistou noch mal nachgerüstet hatten und der Tabellenvorletzte am Freitagabend prompt das Stadtderby beim SV Haspe mit 84:82 gewann.

Doch das Friedrich-Team ging die Aufgabe konzentriert an. Einen richtig guten Job machte dabei AstroStar-Center Dennis Kortmann, der es mit Hagens neuem Centerriesen (2,06m) Fairley zu tun bekam. Nach dem ersten Viertel hatten die Bochumer bereits ein Polster von acht Zählern zusammen. Auch in der Folge konnte Kortmann den Zweitliga-erfahrenen Amerikaner der Heimmannschaft bei schwachen neun Punkten halten.

Von einem „leichten Déjà-vu“ sprach Team-Manager Hans-Peter Diehr jedoch im zweiten Abschnitt. „Wir haben da, wie streckenweise schon am Freitag, gegen eine Zonenverteidigung den Ball nicht schnell genug bewegt“. Das Heimteam verkürzte so vor dem Pausentee auf 34:36.

Nach der Halbzeit lief das Bochumer Offensivspiel wieder wie am Schnürchen. Patrick Abraham und Ryon Howard netzten in kurzer Folge ein. Und als dann noch Cham Korbi und Tom Doll je einen Wurf von jenseits der Dreier-Linie platzierten, konnte sich der AstroStar-Manager beruhigt zurücklehnen. Die Leuchtanzeige wies nun bereits ein 55:42 (26. Min.) für den Spitzenreiter aus. „Und danach“, so Diehr, „haben wir auch gar nichts mehr anbrennen lassen.“

Bochum AstroStars -
Grevenbroich Elephants 82:73

Viertel: 27:14; 20:24; 16:16; 19:19

AstroStars: Abraham (19/2), Howard (18), Veit (10), Doll (9/3), Korbi (9/1), Niebrügge (5/1), Klotz, Kortmann und Rathjen (alle 4), Adib, Schulwitz.

Am Freitagabend hatte der Tabellenführer gegen ein mit nur sieben Mann angereistes Team aus Grevenbroich zuerst richtig auf die Tube gedrückt. Kaum fünf Minuten waren gespielt, da führten die Bochumer bereits mit 18:4 – und es sah nach einer Packung für die Gäste aus. „Doch danach war bei uns komischerweise viel Sand im Getriebe, obwohl es immer noch genügend Geschenke gab“, sagte Chefcoach Kai Friedrich.

Mit einer 10:0-Serie zum 24:27 brachten sich die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste schneller als gedacht zurück in die Partie. Zur rechten Zeit kamen die zwei Dreier-Treffer von Patrick Abraham, von denen der letzte mit der ablaufenden Uhr zumindest für eine 47:38-Pausenführung sorgte.

Dennoch ließ Grevenbroich, insgesamt nur mit sechs Spielern auf dem Parkett, sich nicht recht abschütteln. Die Astros machten es dagegen zu kompliziert; passten mehrmals in der Zone ins Leere oder liefen sich fest. „Die Zonendeckung mit deren kleinen Spielern hat uns irgendwie ohne Not verunsichert“, beschrieb es Friedrich.

Wichtig wurden so im Schlussviertel die Rebounds und zwei Körbe von Center Matze Veit – etwa, als die Gäste mit zwei Distanztreffern auf 64:67 verkürzt hatten. Erst mit Sebastian Niebrügges Dreier-Antwort zum 78:68 (38. Min.) gaben sich die Grevenbroicher dann doch geschlagen, versuchten auch gar nicht mehr, das Spiel noch durch schnelle Fouls zu drehen.