Kleinschwärzer entscheidet das Derby für Wiemelhausen

Angriff abgewehrt: Concordias Torwart Falk Klüppel gegen die anstürmenden Günnigfelder.
Angriff abgewehrt: Concordias Torwart Falk Klüppel gegen die anstürmenden Günnigfelder.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
In der Fußball-Landesliga gewann Concordia Wiemelhausen gegen den VfB Günnigfeld mit 3:2. Der SC Weitmar feierte seinen fünften Punktgewinn der Saison.

VfB Günnigfeld -
Concordia Wiemelhausen2:3 (1:1)

VfB Günnigfeld: Lorek, Lapka, Homberger, Przybyla (80. Karagülmez) - J. Winschewski, Reiser (67. Striewe), A. Schreier, Kaczmarek, Gruner - Zejewski, D. Winschewski.

Concordia Wiemelhausen: Klüppel - Kerstiens (60. Winkel), Schmidt, Falatik, Leone (90. Wozniak) - Wartala, Freitag, Vogel, M. Schreier, Drzymalla (72. Hammernick) - Kleinschwärzer

Tore: 0:1 (5.) M. Schreier, 1:1 D. Winschewski (30.), 2:1 Gruner (51.), 2:2 Eigentor Lapka (60.), 2:3 Kleinschwärzer (72.).

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Striewe (73., Günnigfeld), Gelb-Rote Karte für Wartala (Wiemelhausen, 80.), Gelb-Rote Karte für Kaczmarek (Günnigfeld, 90.+2).

Ein kampfbetontes Lokalduell fand mit Concordia Wiemelhausen einen etwas glücklichen Sieger. „Wir waren die Mannschaft, die ihre Torchancen etwas besser ausgenutzt hat“, arbeitete Concordias Trainer Jürgen Heipertz den entscheidenden Unterschied heraus. Sein Gegenüber Thomas Baron fand, dass „wir einen Punkt durchaus verdient gehabt hätten“.

Über 95 Minuten bearbeiteten sich beide Teams. Für den ersten zählbaren Erfolg sorgte Maximilian Schreier, der nach Pass von Christopher Schmidt aus 22 Metern zur Gästeführung traf. Da mochte Bruder Alex nicht nachstehen. Seinen Schuss fälschte Dominic Winschewski unhaltbar für Wiemelhausens Schlussmann Falk Klüppel noch ab - 1:1.

Nach dem Wechsel setzte dann Günnigfeld den ersten Akzent. Eine Flanke von Julian Winschewski verlängerte Marco Gruner per Kopf zur Führung. „Zu diesem Zeitpunkt verdient“, wie Baron fand. Die Freude darüber währte aber gerade einmal neun Minuten. Dann fälschte Marc Lapka einen Freistoß von Maximilian Schreier unglücklich zum Ausgleich ins eigene Tor ab. Mit seinem bereits 13. Saisontreffer machte dann Ivo Kleinschwärzer per Kopf den Sieg für Wiemelhausen perfekt. Die Vorarbeit kam vom stark aufspielenden Maximilian Schreier.

Beide Mannschaften beendeten die Begegnung nicht in voller Mannschaftsstärke. Zunächst sah der gerade erst eingewechselte Günnigfelder Nicolai Striewe wegen einer angeblichen Tätlichkeit glatt Rot (69.), wenig später folgte ihm Wiemelhausens Henning Wartala in die Kabine. In der Nachspielzeit musste außerdem noch Julian Kaczmarek mit der Ampelkarte das Feld verlassen.

„Wir werden von unseren Fans wirklich gut unterstützt. Aber heute sind aus unserer Fangruppe einige Worte gegen Wiemelhausens Torhüter gefallen, die auf einem Fußballplatz nichts zu suchen haben. Dafür kann ich mich als Trainer und wir uns als Verein nur entschuldigen“, sah Thomas Baron das Fair-Play abseits des Platzes in Mitleidenschaft gezogen.

Jürgen Heipertz sah einmal mehr eine schwache Schiedsrichterleistung. „Das war eine Katastrophe, was heute hier gepfiffen wurde. Eine Unverschämtheit. Die Schiedsrichter haben sich mehr mit dem befasst, was neben dem Platz passiert ist, als mit dem was auf dem Feld geschehen ist.“ Sein sportliches Fazit zur Winterpause fällt dagegen ausgesprochen positiv aus: „Wir haben 30 Punkte und stehen auf Tabellenplatz zwei. Für einen Aufsteiger eine ausgesprochen schöne Bilanz.“

Weitmar 45 -
BSV Schüren 1:1 (1:1)

SC Weitmar 45: Witt - Hubert, Feistner, Lohmann - Hejdari, Siebrecht, Vitt, Sahlmen, Kleine Rumberg - Jansen, Sundermann.

Tore: 0:1 (31.), 1:1 Siebrecht (45.)

Zum Jahresabschluss ergatterte der Tabellenletzte Weitmar 45 noch einmal einen Punkt gegen den Tabellendritten BSV Schüren.

Nach dem Abpfiff wusste Trainer Axel Sundermann jedoch nicht, wie er den insgesamt fünften Punkt auf der Habenseite einschätzen sollte: „Wir haben diesmal unsere Mittel genutzt. Selbst gegen den Tabellendritten waren wir sicherlich nicht die schlechtere Mannschaft. Wir haben defensiv sehr gut gearbeitet und hatten sogar die besseren Möglichkeiten. Schade, dass es nicht für einen dreckigen 2:1-Sieg gereicht hat.“

Seine Mannschaft hatte Sundermann zunächst einmal in einer taktisch neuen Grundordnung auf das Feld geschickt. Und das Experiment in einem 3-5-2-System ging auf. „Wir wollten einfach mal etwas Neues ausprobieren. Und das haben meine Spieler gut umgesetzt“, freute sich der Ex-Profi.

Luca Sundermann scheiterte nach feiner Kombination über Milan Sahlmen und Marc Jansen zunächst freistehend am Gästetorhüter. Den Führungstreffer für Schüren konnte Benedict Siebrecht fast mit dem Pausenpfiff ausgleichen. Nach einem Freistoß von Paul Vitt stand Siebrecht am langen Pfosten frei und sorgte so für das 1:1. Nach dem Wechsel hatten Luca Sundermann per Kopf und Marc Jansen gegen optisch überlegen Gäste sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß. „Der Punkt ist auf jeden Fall gut für die Psyche. Die Mannschaft hat noch einmal gesehen. dass sie mithalten kann“, so Sundermann.

 
 

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