Katerstimmung beim Rekordmeister DBC Bochum

Sam van Etten konnte diesmal nicht überzeugen.
Sam van Etten konnte diesmal nicht überzeugen.
Foto: WAZ FotoPool
Wieder hat Merklinde nicht verloren gegen den DBC Bochum in der Billard-Bundesliga und bleibt obenauf.

Castrop-Merklinde jubelt und in Bochum-Weitmar herrscht Katerstimmung. Zumindest bei den Billardspielern in der Bundesliga Mehrkampf, denn die fabelhafte Serie des ABC Merklinde hält an: Rekordmeister DBC Bochum schaffte am Sonntag nicht die Revanche für die 3:5-Niederlage in Hinspiel. Die Titelverteidiger vom Holtkamp mussten sich trotz starker Leistung mit einem 4:4 gegen das Team aus Castrop-Rauxel zufrieden geben, das weiter ungeschlagen bleibt und nun nahezu sicher ist, die Play offs in Merklinde ausrichten zu können.

Für die Castroper wäre dies nach 2013 die zweite Play off-Teilnahme im vierten Jahr ihrer Erstliga-Zugehörigkeit. Im Jahr des Aufstiegs und zwei Jahre später wurde man jeweils Fünfter.

DBC Bochum – ABC Merklinde 4:4. Dabei hatte sich der DBC erstmals in dieser Saison mit dem Schweizer Spitzenspieler Xavier Gretillat verstärkt, der allerdings in dieser wichtigen Begegnung die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnte. Ausgerechnet der bis dahin ungeschlagene und stets enorm stark auftretende Sam van Etten kassierte gegen den erneut starken Ex-DBC-Mann Christian Pöther seine erste Saisonniederlage und sorgte damit schon früh für eine schlechtere Ausgangsposition des Bochumer-Teams.

In Super-Form präsentierten sich Thomas Nockemann (Cadre 71/2) und Ludger Havlik (Einband).

Havlik spielte seine beste Saisonleistung in nur vier Aufnahmen und auch Nockemann konnte in drei Aufnahmen glänzen gegen den tschechischen Nationalspieler Marek Faus. Für den angepeilten Sieg reichten auch diese Klasseleistungen leider nicht.

Freie Partie: van Etten – Pöther 270:300/2, Einband: Havlik – Klein 100:22/4, Cadre 47/2: Gretillat – Velthuizen 60:200/8, Cadre 71/2: Nockemann – Faus 150:31/3

BF Königshof – DBC Bochum 2:6. Am Vortag hatte sich Ludger Havlik beim Auswärtsspiel in Krefeld noch nicht von seiner besten Seite gezeigt und seine Partie verloren, während Xavier Gretillat dort sicher gewann. Van Etten und Nockemann lieferten eine solide Leistung ab, die schließlich zum Gesamtsieg reichte.

„Gedanklich stellen wir uns schon einmal darauf ein“, so Geschäftsführer Paul Kimmeskamp, „dass die Playoffs um den Titel nach vielen Jahren erstmals nicht im Billardzentrum am Holtkamp stattfinden werden.“

Freie Partie: Woidowski – van Etten 42:300/6, Einband: Matuszak - Havlik 100:79/14, Cadre 47/2: Menzel – Gretillat 81:200/5, Cadre 71/2: Wüsthoff - Nockemann 18:150/5

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