Junge Elite zu Gast in Bochum

Nach einem Jahr Pause wird am Samstag wieder um den „Stadtwerke Pokal 2011“ gefochten. Das 26. Weltcupturnier der Junioren im Damenflorett bietet ein starkes Teilnehmerfeld, deutschen Fechterinnen räumt Veranstalter Heinz Fischer eher Außenseiterchancen ein.

Während der Weihnachtsbaumverkauf bereits auf Hochtouren läuft, die Verkäufer so langsam ihre Regale für Tischfeuerwerk sowie Fondue-Bedarf leerräumen und sich das Kalenderjahr 2011 dem Ende zuneigt, startet der Fechtsport in eine neue Wettkampfsaison.

Und das aus Bochumer Sicht gleich mit einem traditionellen Highlight: Zum 26. Mal findet nämlich am Samstag das Weltcupturnier im Damenflorett der Juniorinnen statt. Los geht es um 8 Uhr in der Erich-Kästner-Gesamtschul (Markstraße), die Finalgefechte der besten Acht sind für 16.30 Uhr zu erwarten.

Nach einem Jahr Pause, welches einer Umstrukturierung in der Weltcupturnier-Verteilung geschuldet ist, haben die Zuschauer also wieder die Chance, die „Olympiasiegerinnen von morgen“ zu sehen, wie es Ausrichter Heinz Fischer voller Vorfreude formuliert. Bei allen Turnieren war der Schatzmeister der Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid im Organisationsteam vertreten, und auch in diesem Jahr gelang es wieder, ein starkes Teilnehmerfeld an den Start zu bringen. Beim ersten von insgesamt acht Weltcupturnieren, die im Fechtsport in Deutschland stattfinden, fechten 105 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 17 und 20 Jahre aus insgesamt 15 Nationen die Siegerin des „Stadtwerke Pokal 2011“ aus. Sieben Fechterinnen befinden sich momentan in den Top-10 der Weltrangliste - Alice Volpi aus Italien sei als Führende genannt.

Für Fischer, der mit ungefähr 300 fechtinteressierten Besuchern rechnet, sind neben Volpi die Teilnehmerinnen aus den traditionell starken Fecht-Equipen Italien, Russland, Polen und Frankreich favorisiert. Auch die „kleine und wendige“ Amerikanerin Margaret Lu, vor zwei Jahren bereits Dritte in Bochum, ist laut Fischer dem Favoritenkreis zuzurechnen. Von den 20 deutschen Vertreterinnen sieht Fischer niemand ganz vorne, gerne jedoch würde er sich überraschen lassen. „Die jungen Frauen sollen hier Erfahrungen sammeln, wir sind froh, als ausrichtendes Land so viele Startplätze bekommen zu haben“, sagt Fischer, der die Aufgabe, einen Fecht-Weltcup mit seinem Komitee organisieren zu können, als „ehrenvoll“ ansieht. Die gebürtige Westfälin Inke Nehl und Franziska Schmidt dürfen sich aus deutscher Sicht wohl die größten Hoffnungen auf eine vordere Platzierung machen. Marike Wegener - Platz 46 der Weltrangliste - will den Großen beim einzigen Weltcup-Damenflorett in Deutschland eine „harte Nuss“ sein.

Gespannt sein dürfen die Zuschauer auch auf die Teilnehmerinnen der „Fecht-Exoten“ wie Brasilien, Belgien, Slowakei, Rumänien und Libanon.

 
 

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