Jubiläumsturnier war eine runde Sache

Stoppte ihre Landsmännin Erica Cipressa im Halbfinale, die spätere Siegerin Camilla Rivano.
Stoppte ihre Landsmännin Erica Cipressa im Halbfinale, die spätere Siegerin Camilla Rivano.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Zum 30. Mal hat die FSG Ruhr Wattenscheid ihr Weltcup-Turnier für Florett-Juniorinnen ausgerichtet. Vorjahressiegerin Camilla Rivano setzte sich erneut durch.

Das war doch mal eines Jubiläums würdig. Zu sehen gab es Fechtsport auf gewohnt hohem internationalem Niveau, aber das Interesse war beim nun schon 30. Weltcup-Turnier für Juniorinnen im Florett weitaus größer als in den vergangenen Jahren. Darüber freute sich auch Heinz Fischer, bei der FSG Ruhr Wattenscheid über Jahrzehnte die treibende Kraft dieses Wettbewerbs, der für sein nimmermüdes Engagement geehrt wurde. „Es ist super gelaufen“, sagte Sportwartin Christina Süfke und machte dafür auch den Umzug in den RuhrCongress verantwortlich. Mit Camilla Rivano wiederholte die Vorjahressiegerin ihren Triumph.

Circa 500 Besucher am Finaltag sorgten für strahlende Augen bei den Veranstaltern, die, wenn es so weiter geht, demnächst perfekt italienisch parlieren können. „Die letzten vier Jahre hat hier immer eine Camilla gewonnen“, sagte Christina Süfke, und diese Camillas kamen eben allesamt aus Italien. Zu einem inneritalienischen Finale wie noch im Vorjahr kam es diesmal aber nicht, weil Camilla Rivano und Erica Cipressa bereits im Halbfinale aufeinandertrafen. Die spätere Siegerin, vor dem Turnier in der Weltrangliste auf 16 geführt, hatte sich im Viertelfinale mit 15:10 gegen die Russin Marta Martyanova durchgesetzt, während Erica Cipressa Minami Kano, die letzte im Turnier verbliebene Japanerin, mit 15:2 deklassierte. Die japanische Delegation, 2015 zum ersten Mal in Bochum, war bereits Mitte der vergangenen Woche angereist.

Den Vormarsch der wohl prominentesten Italienerin, der Weltranglisten-Ersten Elisabetta Bianchin, stoppte Leonie Ebert aus der deutschen Medaillenschmiede Tauberbischofsheim. Ebert setzte sich mit 15:5 gegen Bianchin durch und lag auch im Halbfinale auf Siegkurs, bis ihr die Nerven einen Streich spielten. Schließlich behielt die Ungarin Flora Pasztor doch knapp mit 15:13 die Oberhand und beendete damit Eberts Traum vom Finale. Camilla Rivano blieb sich treu und zog mit einem weiteren 15:10-Erfolg gegen Cipressa ins Finale ein.

Somit war die Auseinandersetzung um den Turniersieg nur noch eine Sache zwischen Rivano und Pasztor. Die Italienerin setzte sich schließlich mit ihrem Standardergebnis von 15:10 durch und gewann damit zum zweiten Mal in Folge den Titel in Bochum. Dafür gab es 32 Punkte für die Weltrangliste.

Halbfinalistin Leonie Ebert, gerade mal 16 Jahre jung und deshalb in diesem Jahr erstmals bei Weltcup-Turnieren am Start, durfte sich immerhin über 20 Punkte freuen. Leandra Behr, ebenfalls Tauberbischofsheim, bekam für ihren 12. Platz noch acht Punkte. Und zwei weitere deutsche Fechterinnen, Sophia Werner (Rang 20) und Kim Kirschen (Rang 28), schafften eine Platzierung unter den besten 32.

Der 31. Auflage dieses Turnieres steht wohl nichts im Wege.

 
 

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