Hürden-Ass Balnuweit verstärkt Wattenscheid

Erik Balnuweit ist einer der Schnellsten im Lande über die 110m Hürden. Jetzt startet er für Wattenscheid.
Erik Balnuweit ist einer der Schnellsten im Lande über die 110m Hürden. Jetzt startet er für Wattenscheid.
Foto: imago sportfotodienst
  • Erik Balnuweit wechselt vom SC DHfK Leipzig zum Leichtathletik-Spitzenklub an der Lohrheide
  • Der Hürden-Sprinter ist mehrmaliger Deutscher Hallenmeister und hat internationale Erfahrung
  • Nach Sprinter Robert Hering ist der 28-jährige der zweite prominente Neuzugang beim TV 01

Der TV Wattenscheid verstärkt sich nach Olympia-Sprinter Robert Hering mit einem weiteren prominenten Neuzugang: Hürdensprinter Erik Balnuweit wechselt vom SC DHfK Leipzig ins Ruhrgebiet. Er unterschrieb einen Vertrag für zwei Jahre. Der 28-Jährige ist neben der Olympia-Halbfinalistin Pamela Dutkiewicz das zweite Schwergewicht im Wattenscheider Hürdensprint.

Große internationale Erfahrung sammelte Balnuweit etwa bei den Olympischen Spielen 2012 in London und bei der Europameisterschaft 2014 in Zürich (10. Platz). Vor allem trumpfte er bisher aber auch in der Halle auf: 2014 lief er bei der Hallen-WM im polnischen Sopot auf den sechsten Platz und verpasste im folgenden Jahr bei der Hallen-EM in Prag eine Medaille als Vierter nur knapp. 2013 wurde er EM-Fünfter.

Verletzung zerstört den Rio-Traum

„Durch mein abgeschlossenes Studium und meiner Zugehörigkeit zur Sportfördergruppe kann ich mich nun komplett dem Sport widmen“, sagt der Sprinter, der in diesem Jahr durch eine Operation am Mittelfuß die Saison abbrechen musste. Bitter: Auch seine zweite Olympiateilnahme fiel der Operation zum Opfer. Trotzdem wirkt Balnuweit erleichtert: „Ich bin sehr dankbar, dass mir der TV Wattenscheid nach der Verletzung langfristig das Vertrauen schenkt.“

Ein Zweijahres-Vertrag mit Option Richtung Olympia 2020

Auch TV-01-Manager Michael Huke denkt über den Tag hinaus: „Erik hat einen Zweijahresvertrag bekommen, mit der Option in Richtung Olympia in Tokio 2020 zu verlängern. Wir erhoffen uns von ihm internationale Teilnahmen und nationale Erfolge für den kommenden Olympiazyklus und planen bewusst langfristig.“

Das WM-Halbfinale ist ein Ziel

Zu seinen fünf Deutschen Hallenmeistertiteln – davon vier in den letzten vier Jahren - und fünf DM-Medaillen im Sommer sollen weitere kommen. „Der Heilungsverlauf“, sagt er, „sieht gut aus, so dass ich mir eine Hallensaison offen halte.“ Die Ziele sind hoch gesteckt: „Ich möchte meine persönliche Bestzeit von 13,44 Sekunden angreifen, DM-Medaillen gewinnen, bei der WM 2017 ins Halbfinale einziehen und bei der EM 2018 in Berlin stark sein.“

 
 

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