Heipertz warnt vor dem SC Weitmar 45

Ist gegen sein Ex-Team wieder spielfähig: Wiemelhausens Sean Falatik (links), hier mit Eray Celik. (FCN).
Ist gegen sein Ex-Team wieder spielfähig: Wiemelhausens Sean Falatik (links), hier mit Eray Celik. (FCN).
Foto: FUNKE Foto Services
Die Rollen sind klar verteilt, wenn das „Kellerkind“ Weitmar 45 im Duell der Aufsteiger den Tabellenvierten Concordia Wiemelhausen empfängt.

An das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften haben vor allem die Gäste aus Wiemelhausen die besten Erinnerungen. Mit dem 3:1-Auswärtssieg gegen den SC Weitmar 45 am 3. Mai dieses Jahres feierte das Team von Trainer Jürgen Heipertz enthusiastisch den Aufstieg in die Landesliga. Wenige Wochen später folgten dem Bezirskliga-Meister auch die Gastgeber nach erfolgreicher Relegationsrunde der Tabellenzweiten. Mittlerweile trennen beide Teams jedoch Welten. Wiemelhausen liegt aussichtsreich auf Platz vier, Weitmar steht dagegen beinahe schon abgeschlagen am Tabellenende.

„Wir müssen wieder zu alten Tugenden zurückkehren. Uns wirft momentan jeder noch so kleine Rückschlag aus der Bahn. Dies ist zwar eine reine Kopfsache, aber nach so vielen Nackenschlägen auch durchaus normal“, erklärt Weitmars Trainer Axel Sundermann. Und Nackenschläge muss der 45-Coach auch schon im Vorfeld der Begegnung wieder verkraften. Patrick Lohmann ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt, Luca Sundermann droht aufgrund von Sprunggelenkproblemen auszufallen und Sturmführer Marc Jansen plagt eine Grippe. „Wir müssen abwarten, was letztlich passiert“, so Sundermann. Einen Notfallplan hat er auch schon im Kopf. „Unsere U19 hat spielfrei. Dann werde ich eben den Kader mit Spielern von Thorsten Kastner komplettieren.“

Solche Probleme sind Jürgen Heipertz, der nahezu alle Mann an Bord vermeldet, fremd. Personell sieht es gut aus bei der Concordia: Patrick Drzymalla hat seine Sperre abgesessen, und Sean Falatik ist wieder topfit. Auch David Lenze dürfte seine Knöchelprobleme bis Sonntag überwunden haben.

Dennoch hebt Heipertz warnend den Zeigefinger: „Wir können in diesem Spiel nur verlieren. Wenn wir gewinnen, sagt jeder, dass es doch ganz normal sei. Ich kann dagegen nur warnen.“ Bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Linden vermisste Wiemelhausens Trainer speziell in der ersten Hälfte die nötige Galligkeit bei seiner Mannschaft. Dies müsse sich ändern, denn „Weitmar wird auch versuchen, uns das Leben so schwer wie möglich zu machen“. Blenden lassen vom derzeitigen Tabellenbild will sich Heipertz nicht: „45 ist klar besser, als es die Tabelle eigentlich aussagt.“