Halstrick hält Spitzenplatz für unrealistisch

Sein Wechsel in der Winterpause zu Concordia Wiemelhausen war für Vorwärts Kornharpen eine Schwächung: Pascal Groß (links).
Sein Wechsel in der Winterpause zu Concordia Wiemelhausen war für Vorwärts Kornharpen eine Schwächung: Pascal Groß (links).
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Fußball-Bezirksligist Vorwärts Kornharpen (6./46 Punkte) konnte, gemessen an seinen eigenen Zielvorstellungen, letztlich nur mit der Hinrunde zufrieden sein.

Vorwärts Kornharpen (6./46 Punkte) konnte, gemessen an seinen eigenen Zielvorstellungen, letztlich nur mit der Hinrunde zufrieden sein. Die Rückrunde der abgelaufenen Saison indes bereitete dem Verein sicherlich einige Kopfschmerzen.

„In der Hinrunde waren wir noch voll im Soll. Wir hatten keinen großen Umbruch und haben einige extrem gute Spiele abgeliefert“, erinnert sich Coach Marcell Halstrick. Kornharpen musste sich lediglich vier Mal geschlagen geben und zog folgerichtig als Tabellenvierter mit den wenigsten Gegentoren in die Winterpause ein. „Wir haben in der Vorbereitung eigentlich gut gearbeitet. Leider sind uns aber wichtige Spieler weggebrochen“, so Halstrick.

Der erste Schock war sicherlich der Wechsel von Pascal Groß zum damaligen Landesligisten Concordia Wiemelhausen. Der langjährige Kornharpener, der in zahlreichen Spielen seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatte, hinterließ ein klaffendes Loch im offensiven Mittelfeld der Kicker der Burkuhle. „Leider hat sich dann auch noch Thiemo Höhn das Kreuzband gerissen“, so Halstrick, dem damit sein zweiter Garant für Stabilität weggebrochen war.

Die Verluste zu ersetzen gelang lediglich quantitativ. In der folgenden Rückrunde machten sich die veränderten Bedingungen recht schnell bemerkbar. Der Favoritenrolle handelte sich Vorwärts mehr Niederlagen ein als noch in der Hinrunde, kassierte mehr Gegentreffer und erzielte weniger Tore. „Natürlich lag das alles nicht nur an den Spielern, die nicht mehr da waren. Die Trainingsbereitschaft war nicht sonderlich gut, und die Motivation hat auch nicht immer gestimmt. Wahrscheinlich auch deshalb, weil einige von den Jungs schon wussten, dass sie uns nach der Saison verlassen werden“, erklärt Halstrick.

Und in der Tat: Der große personelle Umbruch, der Vorwärts zu Beginn der letzten Saison noch erspart blieb, dem müssen sich die Kornharpener nun stellen. Insgesamt elf Spieler haben den Verein verlassen, neun Neuzugänge wurden bis zum Ende der Transferzeit verpflichtet (nachzulesen in der WAZ-Wechselbörse). „Wir haben noch zwei weitere Spieler dazu geholt“, sagt Halstrick. Faysel Khmiri (zuletzt TuS Celle) und Kim Kendlik (zuletzt Herne-Süd) sind noch zum Kader dazugestoßen. „Beide bringen sehr viel Erfahrung mit. Es wird natürlich trotzdem extrem schwer. Unser Ziel der Vorsaison, unter die Top fünf zu kommen, das wird für die kommende Saison nun nicht mehr realistisch sein“, resümiert Halstrick.

 
 

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