Grammozis will den „Schalter umlegen“

Braucht, wie der Rest der U23, Selbstvertrauen und Punkte: Jungprofi Henrik Gulden.
Braucht, wie der Rest der U23, Selbstvertrauen und Punkte: Jungprofi Henrik Gulden.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Die U23 des VfL Bochum ist nach der Niederlage gegen Düsseldorf auf Platz 16 abgestürzt. Punkte müssen her, aber auch beim 1. FC Köln werden die Trauben hoch hängen.

Die Niederlage gegen Düsseldorf hat weh getan, Bochums U23 hat sich nicht nur erneut offensiv äußerst harmlos präsentiert, sondern ist gleichzeitig auf Platz 16 abgestürzt. Am heutigen Freitag (19.30 Uhr) in Köln sinnen die Bochumer auf „Wiedergutmachung“, wie Trainer Dimitrios Grammozis sagt: „Wir wollen den Auftritt gegen die Fortuna vergessen machen.“

Einen Sieg hätte der VfL dringend nötig, Schalke hat zwar nur einen Zähler Vorsprung, Kray aber bereits vier und Wattenscheid sogar sechs. Und die Siegener sind dem VfL bis auf drei Punkte auf die Pelle gerückt. Es könnte also reichlich ungemütlich werden im Tabellenkeller, sollten sich die Bochumer nicht langsam fangen. Doch Grammozis ist zuversichtlich, dass der Knoten bald platzt: „Der Kopf ist auch entscheidend, wenn man unten drin steht. Mit einem Sieg sollten wir den Schalter umlegen. Wir müssen nur einmal in Führung gehen, dann bekommen die Jungs ein ganz anderes Gefühl.“

Um in Führung zu gehen, müsste sich der VfL aber erst einmal Chancen erarbeiten – das war gegen Düsseldorf kaum der Fall. „Unser größtes Manko liegt im letzten Drittel, wir müssen aus dem Ballbesitz mehr machen und den Zug zum Tor suchen. Doch wir haben unter der Woche weiter daran gearbeitet. Die Jungs waren nach dem Spiel enttäuscht. Jetzt aber sind sie voller Elan, und keiner lässt den Kopf hängen“, berichtet Grammozis.

In Köln erwartet den VfL eine Mannschaft, die sich im gesicherten Mittelfeld festgesetzt hat, die aber auch seit sieben Spielen sieglos ist. „Sie haben schnelle Leute, auf die müssen wir aufpassen“, warnt Grammozis.

Eventuell muss der U23-Trainer im Rheinland in der Innenverteidigung umbauen. Gazi Siala könnte erneut bei den Profis auf der Bank sitzen, zudem plagen Norman Jakubowski muskuläre Probleme. Sollten beide ausfallen, wird es eng. Phil Spillmann ist nach seinem Nasenbeinbruch zwar dank einer Spezialmaske spielbereit, Robin Fechner hingegen ist noch nicht fit. „Dann werde ich mir etwas einfallen lassen“, sagt Grammozis, der mit Torhüter Felix Dornebusch und Henrik Gulden wieder zweifache Unterstützung aus der Profi-Abteilung bekommt.

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